vor dem Alltag
unter der Decke verkriechen
in deinen Armen verstecken
in einem Buch, Lied, Gedanken oder Film versinken
Hauptsache, weg
ich weiß nicht, wie lange das noch funktioniert. aber ich schätze mal, eher nicht so lang.
die angeblich nach Kirsche schmeckenden Anginosan - Halstabletten schmecken übel, wie Apfel- oder Orangensaft auf frisch geputzte Zähne. selbst nach einem Liter Tee und einer halben Packung Salbeibonbons ist der Geschmack noch da. die Prinzessin läuft auf und ab. schaut mich an. erwartungsvoll. setzt sich auf meine Füße. gähnt. ich bin neidisch.
so viele Dinge wandern durch meinen Kopf und zerren an meinem Urteilsvermögen. jedes Ding will untersucht, durchdacht und bewertet werden. jedes Ding will ich untersuchen, durchdenken und bewerten.
die Prinzessin guckt mich mit hängenden Ohren an. in ihren Augen reflektiert Licht von irgendwoher. schwer zu beschreiben. sieht fantastisch aus. sie berührt mit ihrer Zunge ihre Nase und legt ihren Kopf ab. ich bin neidisch.
sie ist schön, ohne es zu wollen. es interessiert sie keinen Meter und trotzdem ist sie wunderschön. sie ist das Schönste, was ich je gesehen habe.
"FUCK WHAT THEY THINK" sagt mein Hintergrundbild. die Prinzessin schaut ungläubig. ich denke an die kleine Bibliothek der Gemeinde, in der ich vor sieben Jahren gelebt hab. an Das Kleine Gespenst und daran, wie es sich mit dem Uhu unterhalten hat. an Den Kleinen Wassermann und wie cool ich den immer fand. ich hole das Buch aus dem Bücherregal und lege es auf den Tisch. zu dem Bücherberg. zu Tom Sawyer und Fool on the Hill. zu dem aufgeschlagenen Wir haben keine Angst, in dem mit rosa Textmarker Stellen angestrichen sind. die Heizungsluft pustet mein A3 Blatt, dass an einer Leine hängt, an und es zuckt. es zuckt wie du es im Schlaf tust. obwohl ich weiß, dass du das tust, weil du träumst, beunruhigt es mich. ich weiß, es ist normal. aber es wirkt so psychotisch.
ihre Lippen sind wie Sandpapier, ihre Fingerspitzen wie Brandeisen. je leidenschaftlicher sie mich küsst, berührt, desto wunder wird mein Gesicht, mein Hals, mein ganzer Körper; und doch kann ich nicht von ihr lassen... warum?
ist das Masochismus? und wenn ja, warum bin ich so? so bin ich doch sonst nicht. oder doch?
bin ich sie? tue ich anderen weh?
und die Prinzessin schläft. wenn ich bäuchlings im Bett liege und daran denke, wie es sich anfühlen würde, würdest du mir in die Lippe beißen und lachen. wie es wäre, wenn du jetzt neben mir lägst, in meiner bunt geblümten Ikea - Bettwäsche, zuckend und schlafend. ob du der Prinzessin das Wasser reichen könntest? oh nein, sicher nicht.
auf Zehenspitzen, mit nackten Beinen und Schultern, macht herumlaufen am meisten Spaß. und bloggen sowieso. und dich, wenn du schläfst, anpusten erst recht.
ich will den ganzen Tag neben dir im Bett liegen und schlafen. oder lesen. oder dich anstupsen. oder kitzeln, vielleicht. weiß ich nicht so genau, behaupte ich jetzt mal.
V wie Vendetta gefällt mir verdammt gut. ich glaube, ich besorg mir so eine Maske.
Eminem rappt mich in den Schlaf
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