gerade eben lag ich noch in Deinen Armen, geschützt vor allem und jedem, ich fühlte mich so wohl wie nie zuvor. ich musste an nichts denken, außer an Dich und mich. es war wunderschön und nichts konnte den Moment zerstören.
und jetzt sitze ich hier. es regnet und die Regentropfen laufen die Scheibe entlang, an der mein Kopf lehnt. der Bus fährt über unebene Straßen, holpert, mein Kopf schlägt leicht gegen die Scheibe und meine Tränen laufen mein Gesicht entlang, wie die Regentropfen an der Scheibe.
ich will es nicht wahrhaben. mein Kopf ist so leer. und er tut weh. ich will nach Hause.
doch Zuhause ist es nicht besser. auf meinem Schreibtisch stapelt sich die Arbeit: lernen für die Schule, Termine machen, Termine einhalten, Hausaufgaben, Referate, Aufgaben, Aufgaben, Aufgaben..
ich drücke mich erfolgreich davor. weinend und mit kalten Füßen flüchte ich in mein Bett und vergrabe mich in einem dicken Buch, das mich alles vergessen lässt: Dich, den ganzen Stress, mich, die ganzen Aufgaben, einfach alles. obwohl ich genau weiß, dass ich meine Zeit vergeude, mache ich das immer wieder. anstatt mich wirklich wichtigen Dingen zu widmen, verschwende ich meine Zeit, als hätte ich genug davon, doch das ist nicht so. durch meine Aufschieberei mache ich alles nur noch schlimmer - und das weiß ich auch.
ich flüchte vor allem, so gut es nur geht, obwohl ich doch eigentlich mutig sein und das alles schaffen will.
ich glaube, das nennt man den inneren Schweinehund. wie überwindet man den?
wüsste ich es, wäre ich um einiges reicher.
ich würde Dir ins Gesicht sagen, was ich denke; ich würde Sport machen; ich würde abends weggehen, wie alle anderen; ich würde fremde Menschen ansprechen; ich würde jeden Tag meine Hausaufgaben machen und für Arbeiten lernen;
ich würde so vieles. aber mir fehlen Mut & Motivation, das glorreiche Duo.
Das neue Layout ist echt toll... ich mag deine Texte. Immerwieder schön zu lesen. :)
AntwortenLöschenWow, guter Text!
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