Fast Neujahr. Weltuntergang heute eigentlich. Eigentlich. Fühl mich indie. Es geht mir gut.
Prinzessin schluckt die tote, gefrorene Maus runter und ich meine Zweifel. Ich hör sie nicht mehr, für einen Moment. Dieser Tag ist phantastisch und ich liebe ihn.
Ich erinnere mich an die Kur vor 4 Jahren im Oktober - oder war es November? Herbst jedenfalls, Mama und ich an der Ostsee, in Heringsdorf. Es war wunderschön. Kalt. Wenn man am Strand langgeht und Bernstein sucht zwischen rundgelutschten Glasscherben und kalten Sand. Kalte, salzige Meerluft einatmet und sich wunderbar fühlt. Wir haben Schokolade und Wein reingeschmuggelt, in das Kurhaus. Mandarinen auch, in so einer Holzkiste. Die hab ich noch. Es war so unglaublich.
Das Schöne an Wes Andersons Filmen und Axolotl Roadkill? Ihre Gefühle. Sie reden so wenig und sagen so viel. Und dass manches so nebensächlich, so unhinterfragt ist. Genau so sollte es im Leben sein
An einem nebligen Tag in einem Wald voller Birken mit Draw Your Swords von Angus & Julia Stone, wenn du einen schmalen Waldweg lang gehst, in deinen Chucks und deiner Winterjacke. Wenn die Stille perfekt ist oder du leiser, aber intensiver als sonst Musik hörst. Wenn du die Kälte in deinem Gesicht spürst und in deinem Kopf nichts ist, wenn du einfach nur genießt und weißt: es kann nicht besser sein. Wenn du lächeln musst, einfach so, weil du glücklich bist. Wenn du dich erfüllt fühlst und keinen Sinn suchst, keinen Sinn brauchst, um weiter zu machen.
Heute ist genau so ein Tag für mich. Ich kann das nicht oft sagen, aber heute schon: ich fühle mich wunderbar.
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