das Handeln ist der Feind der Gedanken.
hat Alice in "Hautnah" gesagt.
gut. sollte ich auch so machen.
Facebook hat mein Leben zerstört. Facebook hat unser Leben zerstört.
Facebook lässt uns vergessen, wie schön leben ist. wie schön natürliche Kommunikation von Angesicht zu Angesicht ist. manche von uns vergessen nahezu gänzlich das Perfekte daran.
denn das Perfekte daran... ist die Authentizität. das Persönliche. wie kann man dem nur ausweichen wollen? ganz egal ob Beichte, Liebesschwur, Streit, Kompliment oder auch nur ein ganz einfaches Gespräch - wer will sowas lesen? auf seinem Laptop, Smartphone oder Tablet? wie will man so darauf reagieren, wie will man das so aufnehmen? wer will sowas lesen, wenn er es auch ins Gesicht gesagt, geschrien, geflüstert bekommen könnte? und was ist, wenn man plötzlich das Bedürfnis hat, die Person am anderen Ende zu hauen, zu küssen, zu umarmen - sich von ihr wegzudrehen und zu gehen? wenn man das Bedürfnis hat, sie anzuschweigen, ihr etwas zu erwidern?
vielleicht ist es nicht immer schön, aber es ist wichtig. Fakt ist: social networking macht uns nicht sozial.
anstatt schüchtern interessante Personen in Cafés, U - Bahnen, Bussen, Straßen anzulächeln, stieren wir verbissen auf Smartphones. warten minuten-, stundenlang auf Antworten, Likes, Kommentare. machen abends den PC aus und liegen mit dem Smartphone noch drei Stunden facebookend im Bett.
Facebook tötet Leidenschaft. Facebook stiehlt uns Schlaf. Facebook nimmt uns die schönsten Momente... wenn wir es zulassen. und wir lassen es zu. weil wir schon vergessen haben, wie schön und wie wichtig real life ist. weil wir Angst davor haben. Angst davor, zu reagieren, Angst davor, Reaktionen zu erleben. weil wir denken, dass es nicht so schlimm ist, Leute unpersönlich zu verletzen. oder unpersönlich verletzt zu werden. obwohl uns das stundenlange Warten auf Antworten bei Facebook fertig macht und wir genau wissen, dass man im real life nicht in einem Gespräch stundenlang auf eine Antwort warten muss.
wenn man uns so zusieht, könnte man meinen, wir sind gestört.
Casper - Unzerbrechlich

Und wie hast du dich entschieden mit dieser Erkenntnis/Beobachtung umzugehen?
AntwortenLöschenich versuch meistens, Leute zu sehen, und die Leute, denen ich was bedeute und die mir was bedeuten, die wollen das auch... zum Beispiel M oder T, T seh ich jede Woche und M fast jeden Monat (sie wohnt weit weg) uuuund wir schreiben echt wenig. hm. wer mich nicht sehn will, wills halt nicht... ich denke, ich bin auch facebookgeschädigt, aber noch gehts ;)
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