ab heute trage ich für den Rest meines Lebens grau und blau. und schwarz und weiß.
ich hab Schluckauf und auf der Stelle fallen mir mehr als 5 Personen ein, die gerade an mich denken und jemand anderen küssen könnten. die Prinzessin guckt noch skeptischer, schaut mich mit schiefem Blick fragend an. ich sage nicht mehr dazu als: hicks.
was ist eigentlich Liebe? hicks auf jeden Fall nicht. oder doch? ist es Liebe, oft an jemand anderen zu denken? ist es Liebe, jemand anderen endlos anzuschauen? ist es Liebe, für jemand anderen das Beste zu wollen? ist es Liebe, jemanden berühren, küssen zu wollen?
Liebe. wir haben das aufgegeben, obwohl wir wissen und spüren, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. obwohl wir wissen, dass wir eigentlich nur neidisch sind, wenn wir über die ganzen Pärchen spotten. weil uns diese lieblose Einsamkeit nicht reicht. diese wilden, affairenartigen Küsse in dunklen Ecken, ohne jede Verantwortung, ohne jede Gefühlsregung. die Berührungen, Lippen, Hände, Zungen von Menschen, die wir an unser Herz nicht ranlassen, Menschen, deren Augenfarbe wir uns nicht mal gemerkt haben. oder vielleicht doch. aber mehr auch nicht. denn obwohl diese Distanz, dieses Neue, Unbekannte uns unglaublich reizt, in den Wahnsinn treibt, liegen wir hin und wieder abends allein im Bett und fühlen uns einsam, ungeliebt; und dann hätten wir gerne jemanden - jemanden, dem wir nicht egal sind, der sich um uns sorgt, für uns da ist, uns zuhört, uns begehrt auf diese besondere Art.
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