es sind nicht Worte, die wehtun.
es sind die Worte, die nicht gesagt werden, die wirklich schmerzen; kalte Ignoranz, die einen allein im Regen stehen lässt. allein - im kalten Regen unter dunklen Wolken.
kalt - es wird immer als so negativ behaftet angesehen. ich finde das nicht. ich schreibe Satzanfänge auch nicht groß und beginne Sätze mit "und". heißt das jetzt, dass ich nicht richtig im Kopf bin und die vielen anderen, die das auch so sehen und machen, auch nicht? oder ist das einfach eine neue Generation? kommt irgendwann nach Romantik, Sturm und Drang und dem ganzen Krimskrams auch mal etwas Neues? vielleicht. aber es wird nicht mal halb so rebellisch sein. vielleicht.
kalt, jedenfalls.
kalte Luft in meinen Lungen... kalt, klar und frisch. es ist dunkel. - wieder so ein negativ behaftetes Wort. die Menschen sollten lernen, das Gute am "Schlechten" zu sehen. eigentlich sollte ich entweder beides in Anführungszeichen setzen oder keines von beiden, denn aus dem einen resultiert das andere. eigentlich will ich "eigentlich" aus meinem Wortschatz streichen. und sowieso sollte ich erstmal anfangen, mich so zu ändern, wie ich mich haben will.
kalte Luft, die ich einatme... im Dunkeln. allein. allein! in meiner Klassenarbeit in Englisch von heute wurde ein Zitat genannt, es lautete: "Mobile phones, WLAN, E - Mail, Twitter..." und irgendwas. die Kernaussage dieses Zitats war, dass "die Jugend von heute" gar nicht mehr allein sein kann, ohne Smartphone und Facebook und so. write a comment. ich denke, dass das Schwachsinn ist. durchaus können auch "wir" allein sein. "wir"... allein schon, dass man uns alle in eine Schublade quetscht. allein schon, dass es Schubladen gibt! ich rege mich schon wieder viel zu viel auf. das gibt Falten. wrinkles, in Englisch, übrigens.
kalte Luft in meinen Lungen, ich stehe im Dunkeln; allein. ich empfinde die Gesamtsituation als durchaus angenehm. ich stelle mir vor, wie ich diese Situation beschreibe und ich denke daran, dass die Texte aller großen Dichter und Autoren auseinandergenommen werden, wie ein Stofftier von einem Hund. es würde mich einfach nur ankotzen. ich schreibe doch Texte nicht, damit sie jemand in Einzelteile zerlegt! es hat mich manchmal viel Mühe gekostet, Sätze so zustande zu bringen, dass sie mir gefallen - da sollen die auch bitte so bleiben.
nasse Straße, sie glänzt im Licht der Straßenlaterne. es ist nachts oder abends, ich finde, es fühlt sich an wie nachts, weil es so unglaublich dunkel ist. finde ich wunderschön. ich geh die Straße lang, in meinem Kopf singen Vokalisten verschiedener Bands über Leben, Tod, Treue und vor allem über Liebe.
"She is love!" - 3 Doors Down
"I thought I've found a flower in a field of weed..." - Billy Talent
"You know, that I can use somebody." - Kings of Leon
Letzteres ist schön... aber eigentlich will man das nicht hören. nein, ich
will nicht ersetzbar sein, ich
will etwas Besonderes sein, ich
will Liebe. und Aufmerksamkeit. von jemandem, der mich interessiert, ich
will nicht gelangweilt werden. halte mich bei Laune! könnte ich sagen, aber
das klingt so nach "unterhalte mich", und das meine ich nicht. ich meine, dass
ich weiß, dass ich dich vielleicht nicht verdient habe und ich es eigentlich sein müsste,
die um deine Aufmerksamkeit buhlt, ich weiß, dass
du jede andere haben könntest, vielleicht. ich meine, dass
ich mich als etwas Besonderes fühlen will, aber weil
ich mir dieses Gefühl nicht geben kann, musst du es mir geben.
und nur du.
weil andere mich nicht interessieren; ob sie sich für mich interessieren, ist mir egal.
ich will deine Aufmerksamkeit. am Besten komplett.
ich weiß, dass das nicht geht. ich weiß, dass ich erst mich lieben muss, damit ich jemanden lieben kann.
sich selbst bemitleiden ist leicht, deswegen tun das die meisten. sich selbst aber kritisieren und damit umgehen, sich ändern - das ist gar nicht leicht. der Witz ist: die, die es schaffen, sich zu ändern und sich irgendwann so haben, wie sie sich haben wollen, prahlen damit nicht herum - weil sie die Aufmerksamkeit, die sie damit bekommen würden, nicht brauchen. diese bestimmte Aufmerksamkeit, die mit Mitleid und mit Neugier verbunden ist, brauchen nur charakterschwache Menschen. charakterschwache Menschen sind nicht immer charakterschwach. meistens wissen sie genau, was sie wert sind, aber sie glauben sich irgendwie selbst nicht und sind in einem Zwiespalt; auf der einen Seite wissen sie es, auf der anderen brauchen sie jemanden, der es ihnen zeigt - und eigentlich brauchen sie genau das nicht. eigentlich brauchen sie etwas völlig anderes, eine völlig andere Art der Aufmerksamkeit, nicht diese bewundernde; doch die werden sie nicht bekommen. und so bleiben sie charakterschwach.
nun, Charakterschwäche ist ein sehr negativ behaftetes Wort. wollen wir jetzt all jene, die sich selbst bemitleiden und davon reden, dass sie sich hassen, aber nicht davon, dass sie sich ändern wollen - wollen wir diese Menschen jetzt deswegen verachten? oder sollten wir versuchen, an ihnen das Positive zu sehen - sollten wir weiter versuchen, ihnen zu helfen, obwohl es ausweglos scheint - oder sollten wir sie bewusst ignorieren? was sollten wir tun?
wer kann uns sowas sagen?
ich wünschte, ich könnte es, ich wünschte auch, ich wäre nicht jener charakterschwache Mensch, der hier als Beispiel dient.
Wow! Wie oft ich mir genau diese Fragen gestellt habe.. und bei mir schwirren immer solche ähnlichen Gedanken im Kopf herum, aber du hast es geschafft das niederzuschreiben :)
AntwortenLöschenRespekt!
Zur Frage, was wir tun sollten..
Man sollte eine "charakterschwache" Person niemals verachten. Man sollte darum kämpfen -um das Vertrauen dieser Person und dass die Person sich vielleicht irgendwann so liebt, wie man die Person auch selber liebt.
Das Problem ist, dass "charakterstarke" Menschen oft eine Maske tragen. Sind sie es wirklich oder tun sie nur so? Ich glaube, dass das niemand beantworten kann, weil diese Leute es auch nicht mehr wissen. Wenn man sich immer mehr versucht zu ändern und sich zu dem zu machen, wer man sein will, wer ist man dann am Ende?
Letztendlich ist doch alles nur eine Maske.
Dieses "Starke" schützt jedoch! Niemand kann dir was tun. Kann man das als emotionale Abhärtung bezeichnen? Gibt es das überhaupt?
Bis man zu hause allein ist und Maske ablegen kann.. Dann brechen die Emotionen hervor, die man über den ganzen Tag verdrängt.
Oder man ist zu lange so "stark" und weiß gar nicht mehr, wie man diese Emotionen ausdrücken soll. Man spürt nur noch Leere, Einsamkeit, Unverständnis und Kälte. Man hat niemand mehr zum anvertrauen, da man ja auch niemandem traut.
Jeder braucht Aufmerksamkeit! Die "charakterstarken" zeigen das nur nicht so sehr, weil das doch wieder ein zeichen von schwäche ist oder?
Sobald so ein Mensch, der es gelernt hat stark zu sein auf einen Menschen trifft, der das nicht kann ( aus welchen Gründen auch immer) wird es für ihn nur noch schwerer diese Maske aufzubehalten.
Außerdem denkt, die charakterschwache Person ja immer noch dass die andere Person charakterstark ist und vernachlässigt die Probleme, Sorgen und Gedanken des Starken. Nur weil der Schwache einfach Aufmerksamkeit braucht, was total gerechtfertigt und wer soll den schon wissen, dass hinter einem charakterstarken Menschen ein Gefühlswrack steckt?
Letztendlich sind die Charakterstarken nur Charakterschwache im Wolfspelz.
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Nochmal ein Lob für deinen Blog! :) ich hoffe du konntest meinen Gedanken folgen. Ich kann mich oft nicht richtig ausdrücken, glaube ich und sorry für die Rechtschreibfehler^^
hi.
AntwortenLöschentja, nun, erstmal: von allein wird sich "die Person" vielleicht nie lieben, denn sonst täte sie es ja schon, meinst Du nicht? Ausnahmen bestätigen die Regel. wie immer.
dass man sie nicht verachten sollte, denke ich ebenso, aber möglicherweise sollte man ihnen Raum lassen, um mit sich selbst allein zu sein und herauszufinden, was sie an sich mögen? - vielleicht. vielleicht ist das auch der totale Griff ins Klo. variiert von Person zu Person.
und ja, ich weiß ganz genau, was Du meinst!
und ja, vielleicht ist die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit ein Zeichen von Schwäche, da man sich ja meist nach etwas sehnt, das man nicht bekommt. doch ist Schwäche immer negativ zu bewerten, ist die große Frage.
es tut mir Leid, dass ich Dir keine Antwort geben kann, doch ich denke, eine General - Lösung gibt es nicht und somit gibt es für viele Dinge einfach keine Antwort. ich denke, das ist auch ganz gut so, denn wenn es sie gäbe, würde jeder einfach tun, was die anderen taten und niemand würde persönliche Erfahrungen machen. also im Endeffekt - vergiss das "es tut mir Leid"! :)
insgesamt kann ich Dir einfach nur recht geben und danke Dir von ganzem Herzen für diesen durchdachten und wunderbar formulierten Kommentar.
zu gern wüsste ich um Deine Identität und noch lieber würde ich gern mehr von Dir lesen.
Danke!