Sonntag, 21. Oktober 2012

∞ der Fehler

und immer wieder
machen wir die selben Fehler,  tun
Dinge, von 
denen wir wissen, dass
wir sie lassen sollten;
weil wir 
anderen und
uns damit wehtun.

"doch so sind Menschen, sie
wissen es besser - 
machen es aber nicht besser"




warum? warum. warum, warum, WARUM?
ich weiß es einfach nicht. 

mein Gesicht ist kalt. Sonne scheint. es ist Oktober, fast November. ich mag November; Dezember, Januar, Februar, März und April aber nicht.
ich wünsche mir einen Fisch in einem runden Glas, ich weiß, dass das nicht tierfreundlich ist und man Tiere nicht einsperrt. 
ich würde dem Fisch zuschauen, es wäre kein Goldfisch, vielleicht ein Piranha, wie er den ganzen Tag nichts anderes macht, als herumzuschwimmen, von A nach B und wieder zurück. ich würde mich fragen, ob ihm nicht stinklangweilig ist. ich würde mir wünschen, dass ich seine Probleme hätte, klein und unbedeutend für einen Menschen.

sowas denken wir. aber was ist schlimmer: ein langweiliges Leben ohne jegliche Erfahrungen oder Erlebnisse oder ein Leben in dem wir die selben Fehler immer wieder machen - was sich ändern ließe - ?

man weiß es nicht genau. manche Menschen maßen sich an, über sowas zu urteilen; eigentlich alle. ich auch. darf man sowas? man weiß es nicht genau.

manchmal... möchte ich einfach nur alles hinschmeißen. jetzt zum Beispiel. weil manche Situationen ausweglos scheinen. dann stehe ich einfach nur an einer Wand gelehnt und schließe die Augen, versuche, zu vergessen, registriere, dass es irgendwie nicht geht; und meistens merke ich dann nur noch, wie heiße Tränen meine Wangen hinunterlaufen.

 

[do you believe it's over?]

und ich will nichts, als
vergessen
ich will mich nicht mehr mit
Menschen umgeben müssen, die 
mir die Lebenslust entziehn
ich will
meine Ruhe vor diesen Menschen und
nicht meine Zeit mit
ihnen verschwenden, sondern mit
Menschen verbringen, die mich vergessen lassen, dass 
Probleme existieren, mit
Menschen, bei denen ich
mich wohlfühle und die
sich bei mir wohlfühlen

Bahn, bald wieder; bald wieder fahre ich fünf Stunden mit der Bahn, ich kenne mich: ich werde ein dickes Buch mitnehmen und mir vornehmen, es zu lesen, doch das werde ich nicht. ich werde aus dem Fenster sehn und mich freuen, dass ich mich immer weiter von den Menschen entferne, die mir den Alltag nur versüßen, wenn sie endlich weg sind. ich werde viel Zeit haben, um nachzudenken und wundervolle Luftschlösser zu bauen, die ich niemals in der Realität nur vermuten könnte, ich werde
sie lieben, ich werde ihn sie einziehen wollen; doch dabei wird mir bewusst werden, dass das einfach unmöglich ist.     


ich will nicht! ich will nichts.
ich will das Einfachste der Welt, doch es geht nicht. es ist so einfach; doch ich mache ein riesiges Problem daraus, ohne das eigentlich zu wollen - oder umgekehrt? will ich das vielleicht? ich glaube das nicht.
weiß ich überhaupt irgendwas ganz sicher? kann ich überhaupt etwas ganz sicher wissen? woher soll ich etwas zu hundert Prozent wissen? Menschen belieben, zu lügen

sage ich. und selber tu ich nichts anderes. ich hasse mich dafür. ist schon okay

und meine winzigen Probleme kommen mir so groß vor, während die anderer viel, viel, viel größer sind und meine nicht mal sehen, weil sie so mikroskopisch klein sind; trotzdem halte ich mich mit dem Scheiß total auf.
ich sage: manchmal muss man sich eben ändern. 
doch das ist nicht einfach. denn dazu muss man erstmal anfangen; man muss es einfach machen. dann geht es ganz leicht 



lass mich los!
doch eigentlich 
hältst du mich überhaupt nicht fest

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