Montag, 18. Juni 2012

Tagträumer_in

Sonne scheint, es ist zu heiß. ZU HEISS. unaushaltbar und das trotz eines Tops und eines Rocks. H&M. marineblau - weiß - gestreift und marineblau. ich finde mich heute schön.

ich hab Dich genau gesehen. Dir war auch verdammt warm und Du hattest auch noch schwarze Haare, ich glaube, da stirbt man noch mehr. keine Ahnung. 
und Du saßt da an einem Brunnen, damit Du wenigstens noch ein bisschen Wasser abkriegst und nicht vertrocknest. Du hast mich gesehen und sehr, sehr lange angeschaut. was hast Du gedacht?


weißt Du, was das schöne am Träumen ist?
niemand kann es Dir verbieten oder nehmen


und deswegen fallen meine Augen fast von alleine zu und denken daran, wie jemand mich von hinten umarmt; mich zu sich herumdreht und mein Gesicht in seine Hände nimmt, wie im Film, und mich küsst. ganz sanft und dann wieder nicht ganz so sanft. und mich gegen eine Wand drückt. ein bisschen. und wie der Moment einfach perfekt ist, ohne Worte.
fahren. am Besten Auto. während die Sonne ein kurz vorm Untergehn und die Luft schön ist, während Vögel zwitschern und nurnoch gute Gedanken - oder gar keine! - durch meinen Kopf schweifen.und wenns dann so ist, schau ich zu diesem Jemand rüber, dessen Haare vielleicht ein bisschen zerzaust sind und der mich nicht anschaut, weil man ja beim Autofahren konzentriert auf die Straße schauen muss; und sehe, wer für diesen Moment hauptverantwortlich ist.
am Strand entlanglaufen, barfuß. mit Haaren, die der Wind durcheinander bringt und Lächeln auf den Lippen. der Jemand und ich. zu nah ans Wasser rangehen und nasse Füße kriegen, und ein bisschen quietschen, weil das kalt ist, aber eigentlich genau richtig. bis zum Abend, wenn die Luft immernoch warm ist und die Möwen immernoch kreischen; wenn man dann Hand in Hand geht und den Sand unter seinen Füßen spürt, die Luft tief einatmet und wünscht, man könnte diesen Moment irgendwie einfangen. in den Sand fallen und einfach nur den Kopf auf die Brust von jemandem legen und den Möwen beim Rumfliegen und Rumkreischen zusehen und zuhören und wissen, wie unendlich perfekt dieser Moment ist. überlegen, welches Lied jetzt am Besten zu diesem Moment passen würde und vielleicht feststellen, dass es da garkeines gibt. 
zusammen heimkommen und kochen. Gemüse schnippeln und die Hälfte davon essen, statt in den Kochtopf hauen. sich füttern lassen, obwohl das eigentlich doof ist. dann auf eine Fensterbank oder einen Balkon setzen, welche/r voll mit Blumen steht und unglaublich gemütlich ist. über Gott und die Welt reden und darüber, dass alles ohne Facebook viel, viel besser wäre und mehr lachen als essen.

ins Bett kuscheln und den Tag im Kopf nochmal durchgehen, die letzte Zeit durchgehen. feststellen, es war eine wunderschöne. diese Gedanken pushen, die schönen, sie unterstreichen. die schlechten dagegen rausstreichen; alles Schlechte dem Bett verweisen, hier kommt nur Gutes rein. und das Beste kommt schon in Boxershorts, mit einem verdammt konzentrierten Gesicht und einer fast überlaufenden Tasse heiße Schokolade angelaufen, legt sich neben mich und macht mich mit einem einzigen Kuss auf die Stirn und einem einzigen Lächeln endlos glücklich.

feststellen: man hat sein Zuhause gefunden.


Träume sind Schäume. schon irgendwie. aber wenigstens die Menschen um mich herum geben die Hoffnung nicht auf, und das ist gut.

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