weißt Du:
es ist nicht unbedingt Liebe, wenn man mit jemandem zusammen sein und ihn für sich haben will. es ist aber Liebe, wenn man nur will, dass der andere glücklich ist - egal, ob mit einem selbst oder jemand anderem oder allein. so gesehen liebe ich Dich vielleicht ein bisschen. aber nicht so, dass ich mit Dir zusammen sein will. ich will einfach, dass es Dir gut geht, weil Du ein toller Mensch bist und das verdienst.
ich weiß auch nicht. manchmal gräbt man sich durch Hunderte von Büchern und redet mit Hunderten von Leuten - okay, lass es vierzig sein, das reicht allerdings vollkommen - über das Leben und den Tod und die Liebe und trinkt dabei Kurkuma - Tee oder Himbeerlimo. im Regen oder in der prallen Sonne. und man redet darüber, dass man irgendwie das Gefühl hat, sich selbst nicht zu kennen und denkt, man ist der einzige Mensch auf der Welt, dem das so geht. weil man die anderen nicht fragt. weil die alle so selbstsicher aussehen und so, als meisterten sie das Leben mit links und da käme es ja echt bescheuert, würde man sie fragen: "sag mal, kennst Du das, wenn man sich trotz vieler Leute um einen herum total alleine fühlt?"
die würden ja sicher lachen und einem den Vogel zeigen.
ich vermisse dieses eine Mädchen, sie hat blonde lange Haare und strahlende blaue Augen und als ich sie das erste Mal gesehn hab, hat sie mich schon ein bisschen umgehauen. da war sie traurig. später hab ich erfahren, warum, aber das ist ja auch egal. jedenfalls ist dieses Mädchen ein Engel! sie brauch mich nur anlachen oder umarmen und mir geht es gut, weil es ihr gut geht. aber sie wohnt ein Stück weg und deswegen vermisse ich sie. aber der Gedanke daran, sie wiederzusehen, rettet mich vor der schlechten Laune, die sich anzubahnen scheint.
Lesen und Nachdenken, das kann ich irgendwie am Besten. und Schlaumeiern. anderen sagen, dass sie sich nicht die schlechten Dinge, sondern die guten Dinge vor Augen halten sollten. die schlechten zwar im Auge behalten sollten, aber sich nicht nur darauf konzentrieren sollten. weil das sie kaputt macht und das soll es nicht, denn sie sind tolle Menschen. merkst Du was?
ja. ich sage anderen, wie man es am Besten machen könnte und mache es selbst am Schlechtesten. ich verdiene wirklich einen gewaltigen Tritt in den Arsch. aller fünf bis zehn Minuten - aber so viel Geduld hat dann doch keiner. oh Gott, ich bin so anstrengend und überhaupt ein totales Wirrwarrkind.
über so ein ähnliches Wirrwarrkind habe ich gestern Abend ein Buch zu Ende gelesen, es heißt "Das also ist mein Leben", oder auch "The Perks Of Being A Wallflower". es wurde mir von einem ausgesprochen interessanten Menschen empfohlen und ich muss sagen, es hat mir unglaublich gut gefallen. würde ich mit einem Textmarker alle Stellen markieren, die ich schön oder wahr finde, oder die ich nachvollziehen kann, dann würde das Buch echt Farbe annehmen.
"Aber auch, wenn wir uns nicht aussuchen können, woher wir kommen, können wir doch immernoch wählen, wohin wir gehen. Wir können immer noch unsere Entscheidungen treffen. Und versuchen, glücklich mit ihnen zu sein.Ich glaube, wenn ich jemals Kinder habe und sie einmal wegen etwas unglücklich sind, dann werde ich ihnen nicht erzählen, dass in China die Menschen verhungern oder etwas in der Art, denn dass würde ja nichts daran ändern, dass sie unglücklich sind. Selbst wenn andere es noch schwerer haben, ändert das doch nichts daran, dass man hat, was man hat - Gutes und Schlechtes."
manchmal muss man einfach die Sichtweise verändern, hat mir gestern jemand gesagt. das Buch danach auch. ich glaube daran, doch das zu schaffen, stell ich mir als Herauforderung vor.
aber so blau, wie der Himmel heute ist, so gut, wie die Musik grade klingt und so schön warm, wie die Sonne heute scheint, glaube ich ein bisschen dran, dass ich das schaffen kann. aber erstmal hänge ich die Wäsche auf.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen