Montag, 15. Dezember 2014

12/2014

weiß gar nicht, wo ich anfangen soll; ob bei der Trägheit, dem Schmerz oder der Enttäuschung. wahrscheinlich spricht es für sich, dass ich nach so langer Zeit mal wieder blogge. warum eigentlich?

Ablenkung. das ist es. Ablenkung mit Dieter Nuhr, der heute show, Thomas Mann, Nachrichten, Spielen, Amazon. einfach nicht dran denken, verdrängen.

mir vorstellen, es wäre alles vorbei. 
du und ich, in der Stadt meiner Träume, du und ich in einer kleinen Wohnung, die nur uns gehört. du und ich, mit neuen Menschen um uns herum, mit neuen Chancen für uns. wir liegen Sonntagmorgen im Bett, schlafen aus, frühstücken, treffen uns mit S. auf einen Kaffee in einem unserer Lieblingscafés. und wenn wir abends wieder im Bett liegen, werde ich keinen Horror vor Montag haben, kein Unwohl - Gefühl beim Gedanken an die Menschen dort. 
dann bin ich ein anderer Mensch; älter, vielleicht abgebrühter, glücklicher - mit neuen, anderen Problemen, für die ich auch dann nicht bereit sein werde. aber daran denke ich nicht. ich denke nur an die anderen beschissenen Probleme, die ich endlich hinter mir habe, die mich hoffentlich nie wieder belasten werden, mir nie wieder den Hals abschnüren und mich um Luft betteln lassen, mich nie wieder so schwach sein lassen, mich nie wieder zum Weinen bringen. nie wieder.

dann ist endlich alles vorbei. nur du bist noch da, aber das ist gut. denn du bist alles, was ich brauche.

Dienstag, 24. Juni 2014

to be or not to be

Shakespeares "Sein oder nicht Sein" hat sich mir nun auch vorgestellt. im Extremschnelldurchlauf begegnete ich Hamlet und seiner zweifelnden Ungewissheit. 
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die Frage nach dem Sein oder nicht Sein klingt sehr nach jugendlicher Findungsphase, doch würde ich das jetzt nicht so pauschalisieren. stattdessen gehe ich meiner Sucht nach und spiele rauchend TwoDots, bis ich keine Leben mehr habe. denn so einfach kann es sein: auf sein iPhone gucken, seine Lunge zerstören und einfach mal kurz alle Fragen nach dem Sein, Leben und dem Mittagessen wegpacken. das is so lange schön, bis man a) nicht weiterkommt und alle Leben verliert (5) oder b) der Wind die Zigarette wegraucht und man frustriert feststellt, dass man maximal zwei Züge genommen hat. plus: c) feststellt, dass es regnet. und man natürlich keinen Schirm dabei hat.

"manchmal könnte ich ihn einfach nur angucken und heulen." aber ich weiß nicht wirklich, ob ihn das berühren würde. will nicht sagen, dass ich ihm egal bin, denn das bin ich nicht. doch ich weiß hin und wieder nicht, ob ihm das Ausmaß meiner Liebe und Gefühle bewusst sind. verständlich wäre es sicher... aus irgendeinem gottverdammten Blickwinkel, der sich mir nicht erschließen will.
weiß nicht, ob er sich bemüht, mich zu verstehen. braucht viel Zeit zum Überdenken; danach aber auch viele Überredungsversuche seinerseits... ach, was weiß denn ich. ist auch egal. ich werde es ihm nicht vorwerfen, denn ich liebe ihn - und wer weiß, was er mir dann vorwirft. schließlich bin ich keine von den Guten.

dennoch... habe ich dich; du lässt mich nie im Stich, du mit deinen fast schwarzen Augen und deinen zehn Kilo weniger als ich. du mit deiner Liebe für Nudel - Schinken - Gratin und Kopfkraulen. du mit deiner Liebe für mich, die endlos scheint und mich so furchtbar glücklich macht. denn wenn du neben mir liegst und mich im Arm hältst, während ich mich in diesen vergrabe, könnte ich glucksen vor Freude und strahle wie das Sonnenbaby der Teletubbies - ach, noch viel mehr!
du hast keine Angst vor Gefühlen, oder davor, darüber zu reden. nichts macht dir Angst, das weiß ich. du hast Angst um mich, das sagst du. und auch, wenn sie unbegründet ist, ist es doch ein wohliges Gefühl, dass du mich so unglaublich gut kennst, jede Ecke von mir; und du dir Sorgen um mich machst. 

umso schöner ist es, dich jetzt ständig bei mir zu haben... abgesehen von der Ruhe, die sich in mir ausbreitet, sobald sich die beiden nicht gerade wieder in den Haaren haben und mir erzählen, der andere sei an allem Schuld. wenn die beiden eine friedliche Phase durchlaufen, bin ich grenzenlos glücklich. denn trotz Abitur- und täglichem Haushaltsstress ist diese unschöne Geschichte die letzte Last, die sich wirklich schwer anfühlt und mein Herz zu einem kleinen Schrottwürfel zusammenpresst. 
bis du kommst, den Schrottwürfel liebevoll auseinanderfummelst und auf Hochglanz polierst. und das kannst du wahrhaftig mehr als gut... denn du weißt, was ich hören will, du weißt, was mich wieder besser stimmt und du weißt, dass du der Einzige bist, der besagten Herz - Schrottwürfel wieder auf Vordermann bringen kann - dauerhaft. 
das ist für mich das Größte an dir, auch wenn mir deine hundert anderen Qualitäten durchaus bewusst sind und ich sie mehr als schätze - man nehme nur deine Ordnungsliebe. dennoch... so oder so bist du einzigartig und unersetzbar für mich; denn ich liebe dich. und das von ganzem Herzen.  

Donnerstag, 17. April 2014

hellwach

Seit einem Monat jede Woche das Selbe. Mitten in der Nacht aufwachen und nicht mehr einschlafen können, Bauchweh haben, frieren und extremes Overthinking. Bäh. 
Hellwach. Ich bin so verdammt wach, dass ich das Gefühl Habe, nie wieder schlafen zu können. Dabei ist es das Einzige, was ich will: Endlich schlafen. Raus aus allem. Das wär's mal wieder. 


Die Zeit zum Bloggen hab ich nicht mehr wirklich. Und es ist nicht nur das G8 - Abitur, das daran Schuld hat. Aber ich denke, es trägt seinen Teil dazu bei. Es stimmt: Dass es stressig ist. Vor allem wenn man weiß, dass andere Mathe oder Chemie abwählen können, während man selbst überhaupt nichts abwählen darf. Das ist sehr uncool. Doch ändern wird es sich nicht - zumindest nicht während meiner Abizeit. 

Tja und jetzt sitz ich hier rum. Trink Tee und denk nach. Die Vögel zwitschern und mein Stief frühstückt. Meine beiden Lieblinge liegen oben, im Bett, und schlafen. Mit meinem Hin und Her habe ich sie diese und andere Nächte oft geweckt. Ohne es zu wollen. 
Auch mit meinem Zähneknirschen und ständigen Kranksein sorge ich bei meinem Prinz und M. dafür, dass sie sich dauernd sorgen und Falten kriegen. Meine Hausärztin hat mein Gesicht langsam auch satt und meine Tutorin weist mich ab und an darauf hin, wie schlecht es ist, in der Oberstufe zu fehlen. Als ob ich das aus Spaß an der Freude täte. Als ob stundenlanges Nachholen und Abschreiben und Leute - anbetteln so lustig wäre. Ist es nicht. 

Ich weiß auch nicht, woran es liegt. Vielleicht daran, dass P. ein bisschen komisch zu mir ist, habe ich den Eindruck. Oder daran, dass M. so lieb ist und wirklich alles für mich macht (und gibt). Möglicherweise ist es der Liebe geschuldet, die mir T. jeden Tag in Massen zukommen lässt und die ich eventuell gar nicht verdiene. Ziemlich sicher gar nicht verdiene. 
Vielleicht ist es das Konkurrenzdenken, mit dem ich jeden Tag konfrontiert werde und das mir nicht gefällt. Manche scheinen sich schon darauf einzustellen, später um den Aufstieg im Job zu kämpfen. 

Halb sechs. Ich bin jetzt seit zwei Stunden hellwach und muss in 4 Stunden in der Schule sitzen. Ich glaub nicht dran. Es nervt mich zu Tode. 



Dienstag, 18. Februar 2014

169 [days left]

Eigentlich habe ich seit einer Woche ausgesprochen beschissene Laune. Allerdings hatte ich davor auch ausgesprochen grandiose Laune, was wohl an diesem seltsamen Typen liegt, der sich ständig Sorgen um mich macht, zur Zeit ganz schön müde aussieht und irgendwie nie die Nase voll von mir hat, weswegen er mich nahezu 24/7 beobachtet. Was echt verdammt süß ist.
Nichtsdestotrotz waren die letzten 7 Tage wirklich nicht das Gelbe vom Ei, ich habe viel zu viel geweint und viel zu wenig geschlafen. Ich habe mich gefühlt wie mit 14. Dabei werde ich in 5 Monaen und 19 Tagen achtzehn Jahre alt, glaube, den für mich besten Typen an meiner Seite zu haben und habe ein wirklich gutes Zeugnis für die 11/I hingelegt. All das hat mich selbst überrascht. Und vor allem diese glückliche Laune. Wahrscheinlich jeder, der mich kennt, mich eingeschlossen, kennt mich als sarkastischer bzw. pessimistischer Mensch... Der prinzipiell erst einmal alles scheiße findet.

Wie dem auch sei. Meine Laune war nicht besonders berauschend. Sie ging zwischen Streit, miesem Gesundheitszustand und Schulstress einfach total unter. Doch auf der Seite der Aufheiterer befindet sich neben den ganzen wunderbar süßen (und teilweise steinalten) Leuten, die mich ohne Pause aufmuntern, nun auch etwas anderes. Es hat mich erwischt. In einer Raucherpause im Dunkeln. (Ich liebe das Dunkel - ich fürchte es aber auch. Nur nicht mit Musik. Manchmal.) Jedenfalls erwischte es mich, es grub sich in mich, stieß meinen Kopf nach oben, pustete alle Gedanken aus ihm heraus und schlich sich in meinen Körper. Es machte mich glücklich. Es richtete mich auf. Es ließ mich zusammenzucken. 
Es ist ein Song aus den Charts, wofür ich mich wohl schämen sollte. Aber ich mach es nicht. Für Dinge, die einem gut tun, sollte man sich nie schämen.

Nun ist meine Laune also wieder besser. Damit hätten sowohl mein Horoskop, als auch ich nicht gerechnet.
Vielleicht lässt sich das Horoskop austricksen und die Woche wird doch besser als gedacht. Ich werd mir jedenfalls Mühe geben. Ob es die andern tun? Jeder sollte das. 

Sonntag, 26. Januar 2014

Meine Prinzessin

Meine kleine Prinzessin. So schnell bist du groß geworden. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie du warst, als du ein Welpe warst. Du warst atemberaubend. Obwohl mein Gedächtnis haufenweise Lücken aufweist: Das Bild von dir ist gestochen scharf. Damals hätte ich nie gedacht, dass du so wichtig werden könntest für mich. Und heute sitze ich auf meinem Bett und heule, weil unsere gemeinsame Zeit langsam abläuft. 

Wir beide machen einfach alles zusammen. Gehe ich aufs Klo, kommst du mit, gehe ich duschen, kommst du mit, gehe ich eine rauchen, kommst du mit. Ziehe ich mir Schuhe an und greife nach deiner Leine, rastest du aus vor Freude. Ziehe ich mir nur die Schuhe an und sage dir, du sollst dich auf deine Decke setzen, lässt du die Ohren hängen und mich wie den schlechtesten Menschen der Welt fühlen. Komme ich wieder nach Hause, flippst du wieder aus und begrüßt mich, jaulend und schwanzwedelnd. Wenn wir spazieren gehen und ich dich endlich von der Leine lasse, damit du dich austoben kannst, macht es mich so furchtbar glücklich, dich so frei und fröhlich zu sehen. Oh Mann, ich liebe dich. Sage ich dir ja oft genug. 

Und auch, wenn du manchmal lieber einer Katze hinterherjagst, als auf mich zu hören - auch dann liebe ich dich und würde dich für nichts auf der Welt hergeben. Denn nach einem langen Tag gibt es nicht viel Schöneres, als mit dir an meiner Seite einzuschlafen, dein Schnaufen und Jaulen im Schlaf zu hören. Genauso verhält es sich mit unserer morgendlichen Begrüßung, mit deinem morgendlichen verschlafenen Gesicht. 

Sieben Jahre. Diese sieben Jahre mit deinen braunen Augen und fast jeden Tag mit dir 24 Stunden an meiner Seite muss ich bald auf tägliche Spaziergänge verkürzen, auf schlafen ohne dich. Und in einem Jahr dann ist es ganz vorbei. Dann sehen wir uns mit viel Glück jeden Monat oder jeden zweiten. Es treibt mir die Tränen in die Augen. 

Ich habe mich so sehr an dich gewöhnt, du bist einfach ein Teil von mir geworden. Noch dazu ein unverzichtbarer. Wenn ich wegfahre, sind du und mein Prinz es, deren Abwesenheit mir fast das Herz zerreißen. Lieber würde ich auf das Internet verzichten, als auf dich, und ich denke, im 21. Jahrhundert hat das schon was zu bedeuten. Dich so im Stich zu lassen, macht mich todunglücklich. Aber hierbleiben kann ich nicht, und dich mitnehmen geht auch nicht. 

Ich weiß, du verstehst das alles nicht. Du wirst es auch nicht verstehen, wenn ich so lange Zeit nicht wieder komme, wahrscheinlich wirst du traurig sein und denken, ich habe dich vergessen. Du wirst nicht wissen, dass ich dich nie, nie, niemals vergessen werde, dass du nicht nur mit Tinte auf meiner Haut bist, sondern der Gedanke an dich für immer in meinem Kopf klebt. Du wirst denken, ich liebe dich nicht mehr. Aber das stimmt alles nicht. Du bist für mich wie ein eigenes Kind. Das klingt zwar ziemlich krass, aber so ist es halt. Es tut mir Leid. 



Donnerstag, 9. Januar 2014

C. Zachanassian

Seit Ewigkeiten mal wieder nehme ich mir die Zeit, um zu bloggen. Und das, obwohl ich diese Zeit grad gar nicht hab...

Viel zu beschäftigt bin ich mit meinem neuen iPhone, meinem süßen Ollen, dem Besuch der alten Dame (was für ein geniales Buch. Zum Brüllen!) und dem Abitur. Vermutlich steht das iPhone ganz nah hinter meinem Freund. Leider weiß der das auch! 
Wenn ich zu Siri "Ich liebe dich" sage, sagt sie ständig Sachen wie "Das sagst du doch bestimmt zu allen deinen Apple - Produkten.". Das verschafft ihr den zweiten Platz. Die Hello Kitty Bettwäsche und die fünfziger Packung Feuerzeuge (und vielleicht auch seine furchtbar kitschige liebevolle Art) dagegen verschaffen meinem Ollen den ersten Platz. Verdient. Absolut. 

Oh. Falls P das liest - du bleibst natürlich ganz ganz ganz vorne. Aber weil das so selbstverständlich ist, sag ich das schon nicht mehr. 

Mama und ich waren heute shoppen. Ganz neidisch guckt sie die ganze Zeit auf meinen neuen Norwegerpullover. Mein sage und schreibe zweites rotes Kleidungsstück. Socken ausgenommen. Jedenfalls sieht sie aus, als würde sie ihn mir jede Sekunde vom Leib reißen. Oh, und wir haben die perfekte Strickjacke gefunden, die, nach der wir schon ewig suchen. Totaler Wahnsinn. 

Kennst du Hunter Hayes? 
Wir haben uns an Silvester die American Country Awards 2013 angesehen. Auf einmal stand da ein totaler Milchbubi auf der Bühne und fing an, wirklich schön zu singen. Tja - und jetzt höre ich ihm den halben Tag bei seinem Geschnulze zu. 

Ich verändere mich. Gestern habe ich mir die Nägel lackiert. Es fühlt sich immer noch seltsam an. Des weiteren umarme ich Mama seit einer Weile ganz schön oft. Aber von Naturwissenschaften und Eleganz habe ich immer noch keine Ahnung. Und der Tatort ist auch geblieben.