Sonntag, 3. November 2013

Rumkugeln

Müdigkeit schwappt wie eine riesige Welle über mich. machste nix. passiert eben. Leute sagen, ich hätte mich verändert. was, bitte schön, soll ich denn sonst machen? außer halt allen mal die Zunge raus- / meinen krummen Mittelfinger entgegenstrecken und mir die Stiefel zubinden. und mit meinem Prinz nachts im tiefschwarzen Wald am Ende der Welt stehen, ihn umarmen und ins Dunkel hören. geht ganz gut. Jackass: Bad Grandpa auch. "Meine Mama hat Mundgeruch, weil sie so viel Crack raucht!"

machen wir uns nichts vor. ich werde niemals meinen geliebten Arsch in einen Club bewegen oder Ski fahren. Hunde werden mir immer lieber sein als Menschen und ob meine Haare jemals ihre ursprüngliche Farbe haben werden, ist ungewiss. so ist das eben. 

ich arme, geplagte Abituranwärterin muss mich an diesem Sonntagabend von meinen geliebten, vorletzten Herbstferien verabschieden. viel zu schnell haben sie meine Leidensgenossen und mich verlassen. morgen gibts dann direkt die Matheklausur zurück. das wird ein Spaß. 

am Wochenende haben mir meine drei Cousins mütterlicherseits - dreizehn, neun und drei Jahre alt - seit Langem mal wieder alle Nerven geraubt und mir gezeigt, wie fucking verdammt alt ich bin. der Vergrößerungsspiegel gab dem Ganzen noch den letzten Schliff und zeigte mir LACHFALTEN. Lachfalten. ich. jaha. ich glaubs selber auch nicht so ganz. 

hab fünf Kilo zugenommen, alle sagen man siehts nicht; mein frisch bezogenes Bett sieht mich verführerisch an und mein Hund will mir ans Abendbrot. zu allem Überfluss schreibe ich schon wieder einen Text, der einfach nur sinnlos ist und wohl bald gelöscht wird. Leben kann so ernüchternd sein. aber mit Oma und Cousinchen Rumkugeln machen und ihnen die Füße massieren ist okay. macht sie glücklich und mich auch. 

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