blöde Verabschiedungen immer. versauen einem wirklich alles. in dunklen Momenten ist es so verdammt schwer, sich an die hellen, bunten mit Glitzer versehenen zu erinnern...
ich wollte diesen Satz mit "unsere Begrüßungen sind immer so impulsiv, bis oben hin gefüllt mit Gefühlen und Freude" beginnen. doch es ist schwer mit dem Wort "wir". ich weiß nicht, was du denkst. wie es dir geht. keine Frage - ich liebe dich. ich liebe dich wirklich und abgöttisch. das weißt du. das wissen alle anderen. aber manchmal fällt es mir schwer. ich glaube, dir auch.
doch du hast es vorhin gesagt. du sagtest, du seist stolz auf mich. ich war müde und hab gelächelt, nach unten geschaut. doch genau das ist es, worauf ich hin arbeite. diese Worte erfüllen mich, auf sie habe ich gewartet. denn du hast sie gesagt, obwohl ich dir von meinen 6 Punkten in der Matheklausur erzählt habe. obwohl es in Deutsch nicht für 13 gereicht hat. obwohl ich soziale Arbeit studieren will. du hast diese Worte ausgesprochen, auf die ich gewartet habe. die ich erwartet habe, so oft. wenn ich dir erzählt habe von meinen Einsen in Deutsch oder Englisch, davon, dass ich auch mal die Beste war. du hast oft gemeint "nicht getadelt ist gelobt". aber du weißt auch, wie viel es mir bedeutet. es bedeutet mir fast genauso viel wie deine riesigen, warmen Umarmungen, in denen ich versinken kann, kurz abschalten kann. die dafür sorgen, dass sich ein wohliges Gefühl wie eine Decke um mich wickelt. du hast mein Wochenende gehighlightet. und ja, die E - Klasse auch.
aber nicht nur du. auch mein Prinz. nur ein wahrer Prinz nimmt einer mit Schmerzen geplagten Sneakerträgerin, die im Wahnsinn einmal jährlich Kleid und Gaborschuhe trägt, besagte Absatzschuhe ab, zieht sich seine Adidas aus, gibt sie besagtem Mädchen und läuft ohne Schuhe durch die Nacht.
manchmal kann ich mir nichts Besseres vorstellen, als einfach nur neben ihm zu liegen. und über Pokémon zu quatschen. über Familie, Schule, beschissene Leute, über alles. oder nichts. das ist das Wundervolle an diesem Prinzen - ich muss keine Angst haben. ich kann zwar viel Falsches sagen und tun, mich aber nicht blamieren. nicht mehr. Vertrauen ist wohl das passende Wort, das es zu assoziieren gilt. und auch, wenn ihm meine Entwicklung nicht gefällt und wir uns ab und an streiten, würd ich ihn nicht einfach hergeben wollen. denn neben den ganzen aufregenden und neuen Dingen muss es auch etwas Vertrautes geben, etwas, das man kennt, etwas, wo man sich ausruhen kann. und das ist er, mein Prinz.
und meine Prinzessin natürlich. meine flauschige, nervenstehlende, schwanzwedelnde Prinzessin mit den braunen Augen. sie mag den Prinz, also kann er so schlecht nicht sein.
doch all die schönen Gefühle und Dinge schieben Aufgaben, Bauchweh und Selbstzweifel nicht zur Seite. ich wünschte es. ich wünschte, ich könnte mich so für Schulkram begeistern, wie für euch. und ich wünschte, ich könnte öfter bei euch sein, mehr mit euch unternehmen, auf euch eingehen. ich wünschte es.
Sonntag Abend. was wir alle brauchen, sind ein Sofa, eine Kanne Tee und jemanden zum Kuscheln / Vollquatschen / "einfach nur da sein".
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