Sonntag, 24. März 2013

facebook

das Handeln ist der Feind der Gedanken. 
hat Alice in "Hautnah" gesagt. 

gut. sollte ich auch so machen. 

Facebook hat mein Leben zerstört. Facebook hat unser Leben zerstört. 
Facebook lässt uns vergessen, wie schön leben ist. wie schön natürliche Kommunikation von Angesicht zu Angesicht ist. manche von uns vergessen nahezu gänzlich das Perfekte daran. 
denn das Perfekte daran... ist die Authentizität. das Persönliche. wie kann man dem nur ausweichen wollen? ganz egal ob Beichte, Liebesschwur, Streit, Kompliment oder auch nur ein ganz einfaches Gespräch - wer will sowas lesen? auf seinem Laptop, Smartphone oder Tablet? wie will man so darauf reagieren, wie will man das so aufnehmen? wer will sowas lesen, wenn er es auch ins Gesicht gesagt, geschrien, geflüstert bekommen könnte? und was ist, wenn man plötzlich das Bedürfnis hat, die Person am anderen Ende zu hauen, zu küssen, zu umarmen - sich von ihr wegzudrehen und zu gehen? wenn man das Bedürfnis hat, sie anzuschweigen, ihr etwas zu erwidern?
vielleicht ist es nicht immer schön, aber es ist wichtig. Fakt ist: social networking macht uns nicht sozial. 
anstatt schüchtern interessante Personen in Cafés, U - Bahnen, Bussen, Straßen anzulächeln, stieren wir verbissen auf Smartphones. warten minuten-, stundenlang auf Antworten, Likes, Kommentare. machen abends den PC aus und liegen mit dem Smartphone noch drei Stunden facebookend im Bett. 
Facebook tötet Leidenschaft. Facebook stiehlt uns Schlaf. Facebook nimmt uns die schönsten Momente... wenn wir es zulassen. und wir lassen es zu. weil wir schon vergessen haben, wie schön und wie wichtig real life ist. weil wir Angst davor haben. Angst davor, zu reagieren, Angst davor, Reaktionen zu erleben. weil wir denken, dass es nicht so schlimm ist, Leute unpersönlich zu verletzen. oder unpersönlich verletzt zu werden. obwohl uns das stundenlange Warten auf Antworten bei Facebook fertig macht und wir genau wissen, dass man im real life nicht in einem Gespräch stundenlang auf eine Antwort warten muss. 
wenn man uns so zusieht, könnte man meinen, wir sind gestört. 

Casper - Unzerbrechlich

Samstag, 16. März 2013

kjære (Liebe)

so ein Affe hat letztens zu mir gesagt, ich sollte öfter lachen. es gelingt mir nicht so. zumindest gelingt mir kein aufrichtiges Lachen.. aber das sieht bei mir sowieso hässlich aus! außer, wenn ich so doll lache, dass ich Tränen in den Augen hab, das geht schon. 
und es war wirklich ein Affe. der Affe hat zu mir gesagt, dass ich ihn bestimmt hauen will. wenn ich ehrlich bin, wäre ich auch gar nicht sooooo abgeneigt. aber ihn zu umarmen, wär mir viel lieber. oder ihn lachen zu sehen. denn ihm steht Lachen wirklich.



aufwachen... neben dir. ich mache die Augen auf und du bist einfach da; Sonne scheint mir ins Gesicht und Vögel zwitschern. mein iPod sagt mir, dass ich Geburtstag habe und haufenweise Menschen nichts Besseres zu tun haben, als mir "alles Gute :)" zu wünschen, obwohl ich ihnen am Arsch vorbeigehe. ich glaube, ich schmeiße jeden einzelnen dieser Menschen aus meiner Facebook - Liste. ich bin ein kleiner Pessimist, glaube ich. ich hasse alles und jeden, bis auf ein paar Ausnahmen. ich bin wie Tschechisch. man denkt, man kennt mich, und dann lernt man die ganzen Ausnahmen kennen. (was für eine Selbstbeleidigung..)
nun... ich hasse ja wirklich nicht alles. dich zum Beispiel nicht. oder V wie Vendetta. du bist schön. du bist immer für mich da. du postest mir nicht "alles Gute :)" an die Chronik. du likest meine Bilder bei Facebook nicht. du kannst Schnee auch nicht ausstehen. du bist ehrlich zu mir. du duftest gut. du bist bei mir, anstatt stundenlang mit mir zu schreiben; außer, es geht nicht anders. du liebst meinen Hund. das schönste Geschenk, das du mir machst, ist deine Anwesenheit und deine Liebe. du ärgerst mich gern und du lässt mich deinen Bart kraulen. du bringst mich immer zum Lachen, sogar wenn ich weine. ich kann dir alles erzählen. du zwingst mich zu meinem Glück, überredest mich so oft wie kein anderer. ich vertraue dir. und ich liebe dich so sehr, dass ich einen Text über dich schreibe, anstatt wie geplant über Liebe im klassischen Sinn. 
ich wollte schreiben über Liebe mit Küssen, Händchen halten und in den Hals beißen. Liebe mit Vertrauen und Komplimenten. mit dauernd - an - den - andern - denken und Küssen in den Nacken. Liebe, die mit Flirten und schüchternem Verhalten anfängt. mit dauernd - aufs - Handy - gucken und nahezu panisch - neurotischem Verhalten, mit mentaler Abwesenheit, wenn das Opfer der Begierde nicht da ist. Liebe mit gemeinsamen Hobbies und romantischem Scheiß. Liebe, die einem so richtig wehtun kann. über Liebe, die fast jeder sucht und einige auch finden, über Liebe, die manchen verwehrt bleibt. über Liebe und dem Gefühl, den richtigen Menschen gefunden zu haben. ich wollte schreiben über Liebe ohne Zweifel und mit blindem Vertrauen. 
du sagst, dazu bin ich nicht fähig, und da hast du vielleicht recht. denn ich verlange Liebe, bei der mich der andere nicht langweilt, in der Alltag nichts Eintöniges ist. ich will das, was ich nicht haben kann, ich will jemanden, der für mich ein Rätsel darstellt und der mich hin und wieder ein zappeln lässt. ich will aufrichtige Liebe. und das ist wirklich viel verlangt.
aber ich kann sicher sagen: dich liebe ich. du bist meine bessere Hälfte, auch wenn ich straight edge bin und du gern Bier trinkst, auch wenn ich chaotisch bin und du ordentlich; auch wenn ich immer schlecht gelaunt bin und du gut drauf. ist ja im Endeffekt alles auch total wurscht. because days come and go, but my feelings for you are forever. hunderprozentig. ich bin so froh, dich meinen besten Freund nennen zu dürfen. 

Donnerstag, 14. März 2013

fornøyd (glücklich)

Sonne im Gesicht...
lächelnd
durch die Straßen laufen
mit diesem kribbligen Gefühl im Bauch
und dem Gedanken an die süßen Menschen im Kopf...
diese Menschen,
die das überhaupt erst möglich machen;
danke. 

dieser Tag ist perfekt. etwas zu kalt vielleicht und mein Akku ist zu schnell leer, aber das macht mir so überhaupt nichts. es ist Donnerstag. in 24 Stunden ist Wochenende. Wo - chen - en - de. endlich. dann ist T. wieder da. und sein Bart. und seine gute Laune. und sein Lachen. 
boahr - ich vermisse ihn. und ich liebe ihn. weil er der Beste ist. mein Bester. 
und während die Vögel zwitschern, mir die Sonne so ins Gesicht scheint und mein Grinsekatzengrinsen wärmt, denke ich irgendwie garnicht so richtig. alles, was vorher so furchteinflößend war, wirkt auf einmal so klein und überwindbar. 
und ich bin so glücklich, ich sags dir. so glücklich bin ich. ich möchte einfach nur jemanden anlächeln und umarmen und ihm erzählen, warum ich so glücklich bin. am Liebsten natürlich jemand Bestimmten. dass das gerade irgendwie nicht möglich ist, ist zwar blöd, aber es stört mich grade nicht so. ändern kann ich das sowieso nicht. und ich lasse das jetzt nicht meine perfekte Laune zerstören. 



und in diesem total krassen und ungewohnten Gefühlsrausch denke ich an Sommer. an den letzten Sommer mit T., mit guter Laune, guter Musik und viel Sonne. an Wind in den Haaren und an Zelten. und das, obwohl ich Zelten und Sommer eigentlich gar nicht mag. 
während ich so mit meinen kalten Füßen, die in Chucks stecken, über gefrorene Straßen laufe, denke ich an diesen Sommer. 
was wird das für ein Sommer?
ein Sommer mit T. auf jeden Fall. ein Sommer in Dänemark; ein Sommer, der ein Ende sein wird und ein Neuanfang, ein schwieriger Start vielleicht. 
ein Sommer - mit wem? 
ich hoffe, ein Sommer mit dieser Person, die mich so glücklich machen kann, wenn sie will. aber erzwingen werde ich überhaupt nichts, denn glückliche Menschen erzwingen nichts, weil Erzwingen Schwachsinn ist. 

ich hab das Gefühl, ich platze bald vor Glück, so fühlt sich das an. die Menschen im Bus und auf der Straße haben wohl noch nie jemanden gesehen, der lächelnd durch den Tag geht, so wie sie mich anschauen.  

Freitag, 8. März 2013

8.3.13

love this guy. der sollte ein Buch schreiben. 

endlose Tage, an denen man morgens mit der Motivation, abends wieder ins Bett fallen zu können, mühsam unter der Decke hervor kriecht. Tage, die blöd sind, weil man Bio hat und kein Tatort kommt. Tage, an denen man auf etwas wartet, das noch weit weg ist. Tage, an denen man trotz 8 Stunden Schlaf todmüde ist und der eigene Kopf auf die schnöde Tischplatte zu knallen scheint. Tage, an denen man abends beim Fernsehen fast einschläft. Tage, an denen einen das Wetter, die eigenen Playlists und die gesamte Umwelt einfach nur abfucken. Tage, an denen der Rücken ein einziger Schmerz ist. au.


ich mag schwedische Filme. Bücher auch. isländisch geht auch gut. die sind so klar und so beruhigend. ich bin müde, den ganzen Tag. hätte mal wieder Lust auf einen Besuch im SeaLife in Dänemark. auf einen Familienausflug mit meinem Bruder. auf einen Tag mit gutgelaunten Menschen, die mich den ganzen Tag ablenken und mich mit guter Laune überschütten. ich hab Lust auf einen sonnigen Tag, an dem man einfach nur rumliegt und grinst, grundlos glücklich ist. glücklich sein ist was Tolles. was richtig Erfüllendes. 


Ruhe ist auch was Erfüllendes. aber wenn sie zu groß wird, macht sie mich nervös. und gerade ist sie wirklich erdrückend. ich behaupte, sie so zu wollen, behaupte, sie so zu brauchen, aber eigentlich ertrage ich sie nicht. 


ich glaube, ich hab immer versucht, was anderes zu sein. versuch es wahrscheinlich immer noch. ich mach mich unglücklich. ich muss mal wieder nach Dresden. in die Neustadt, jemanden besuchen, der mich glücklich macht. ja, das sollte ich machen. 
ich hab' T. - Entzug. und Marla - Entzug. Marlene - Entzug. Papa - Entzug. Steve - Entzug. Oma - und Opa - Entzug. Regensburg - Entzug. Cora - Entzug. ich hab den totalen Entzug, ich vermisse mehr Menschen, Orte und Tage, Momente, als ich ertragen kann. und das meine ich genau so.