Freitag, 2. November 2012

anxiety

der Himmel ist wunderschön blau und ich frage mich,
was hinter dem Horizont wartet

in meinen Gedanken nimmst Du mich
an die Hand und läufst mit mir los
wir laufen los - wir laufen endlos
weiter, immer weiter, 
wir sehen mehr, als wir glauben können
mehr, als wir je erzählen können
mehr, als wir je erwartet hätten
wir sehen und erleben das alles zusammen und genau das
macht es so wundervoll



meine Gedanken sind meist so furchtlos,
doch meine Taten angsterfüllt. so oft weiß ich nicht, ob ich Dinge tun oder lassen soll, und nur die Angst bewegt mich dann zu einer Tat (meistens lasse ich es); Angst... es heißt immer, Angst sei was Positives, zumindest in meinem Leben. Angst zeige einem Grenzen und weiß Gott was - ich finde es gut, wenn man optimistisch denkt. aber man sollte realistisch bleiben. und wenn man das Thema Angst mal ganz nüchtern betrachtet, zieht es doch viel Negatives mit sich.

heut ist Freitag. ja - Freitagabend, ich bin 16 und Zuhause. wie eigentlich jeden Freitagabend. klingt erschütternd für manche. für mich eigentlich auch, vor allem wenn man den Grund betrachtet - ich habe Angst.
ich habe vor allem Angst, aber am Meisten habe ich vor Menschen Angst. ich habe Angst, dass sie mich auslachen, davor, dass sie mich enttäuschen, davor, dass sie mich links liegen lassen. ich habe vor so vielem Angst. ich habe auch vor mir Angst - davor, dass ich anderen wehtu, davor, dass ich sie enttäusche, davor, dass ich Fehler mache. 
Angst hemmt, das ist weniger cool. manchmal wünschte ich, ich könnte sie, einem Luftkuss gleich, einfach wegpusten. aber was soll ich sagen - es geht nicht. 
(ich habe auch Angst im Dunkeln - das nur nebenbei)

aber meine Gedanken sind frei, sind wagemutig und gänzlich angstfrei. so viele Luftschlösser habe ich schon gebaut - so viele Bälle darin erlebt - so viele unbeschwerte Küsse verteilt und bekommen - so vieles getan, in diesen Luftschlössern, dort, wo alles so leicht und schön ist;
so oft kamen Menschen darin vor, mit denen ich am Liebsten anders umgehen würde, es aber nicht schaffe; so viele Dinge, die ich gerne tun will, aber nicht schaffe;

so oft stand ich im realen Leben da und dachte ernsthaft darüber nach, Dinge zu wagen, die ich in den Schlössern mit links tat - doch es ging nicht.
wenn ich daran denke, dass ich ohne Angst so vieles erleben und tun könnte, werde ich wütend,  wütend und auch traurig. weil ich irgendwie das Gefühl habe, dass es ja doch meine Schuld ist und ich es bestimmt ändern könnte, weil ich das Gefühl habe, dass dieses lähmende Gefühl hypochondrischer Herkunft ist. so viele Gefühle und so viele Gedanken, doch so wenig Taten, es ist zum Fluchen... 

ich weiß nicht, ob es richtig oder falsch, ob es fahrlässig oder mutig wäre. ich habe Angst und ich weiß nicht, ob du mich verstehst, wenn ich sage, ich habe keine Angst um mich, sondern um dich. ich weiß so vieles nicht - und du scheinst eine Sache ziemlich genau zu wissen; eine Sache, von der ich nicht weiß, ob sie wahr oder gelogen, ob sie ernst oder nur so dahingesagt, ob sie schmerzhaft oder wunderschön ist

1 Kommentar:

  1. Wir alle haben eine gewisse angst vor unserer umwelt. Sei es jemanden zu enttäuschen oder verletzt zu werden oder was auch immer. Trotzdem sollte eine angst am größten sein: die angst davor keinen spaß zu haben und sich mehr und mehr abzuschotten. Diese angst sollte einen dazu führen die anderen ängste wenigstens einmal die woche links liegen zu lassen und sich raus zu trauen. Raus aus dem grauen alltagstrott und rein ins unbekannte. Das ist zumindest meine ansicht. Manch einem fällt es leichter, anderen schwerer. Aber doch haben alle gute freunde die unser selbstbewusstsein stärken, uns ein sicheres gefühl geben und uns beistehen wenn wir doch mal ein wenig ängstlich sind. Nur muss der erste schritt von uns selbst ausgehen. Denn dann kann das mitunter ein schöner spaziergang in neue umgebungen werden :)

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