Freitag, 26. Oktober 2012

october 26th

hard work and no play makes jack a dull boy 
THE SHINING





 

Stanley Kubrick - Filme saugen mir den letzten Rest Realitätsnähe aus, obgleich sie so real sind. sie lassen mich verwirrt sein und ängstlich, so verwirrt und ängstlich, dass ich nicht mehr achten kann auf meine Gedanken und Probleme. 
denn sonst ist mein Kopf so leer wie ein Schulgebäude in den Ferien. was übrig bleibt, sind hier nur irgendwie Unsicherheit und Selbstmitleid und diese Gedanken - Problem - Berge, an Tagen, an denen nichts mehr geht, Tage, an denen ich einfach nur im Bett liegen und am Allerliebsten durchschlafen will, weil Schlaf Probleme zwar nicht löst, aber sie doch verändert...

ich weiß nicht, was ich will. ich weiß, was ich kann - nichts.
ich muss weinen. ich fühle mich grauenhaft und ich weiß nicht, warum.

zu viel Zeit zum Nachdenken, zu viel Zeit zum schlecht fühlen;
zu viele Regentage zum am Fenster sitzen und in die Ferne starren
zu viele dunkle Nächte zum heiße Tränen im Gesicht spüren
zu viele Momente zum erinnern und bereuen



so viele Bilder von S und mir, als wir
noch klein waren, so klein
und süß sahen wir aus;
noch war  nicht viel entschieden über
unser Leben und über uns, doch
jetzt liegt alles in unseren Händen und ich glaube, das
fällt mir manchmal viel zu schwer und ich glaube, 
dir auch

manchmal fühle ich mich, als
wäre ich die einzige Person, die 
manchmal auf ihrem Bett sitzt, alte Lieder hört, 
sich erinnert, traurig wird, 
weinen muss; es
fühlt sich an, als
wäre jeder andere glücklich - nur ich nicht;
ich weiß, dass
das egozentrisch ist, aber 
es ist nicht böse gemeint
 

und T wird vielleicht wieder sagen: also, deinen letzten Post habe ich nicht verstanden, du springst total von einem Thema zum anderen, so total zusammenhanglos, und dann denke ich: ja, so fühl ich mich auch grade.

ICH WILL DICH VERGESSEN
dich und so viele andere, ich
will nicht mehr an dich denken, an
dich und mich, ich
will so kalt sein, wie es alle von mir erwarten

doch das geht nicht

Sonntag, 21. Oktober 2012

∞ der Fehler

und immer wieder
machen wir die selben Fehler,  tun
Dinge, von 
denen wir wissen, dass
wir sie lassen sollten;
weil wir 
anderen und
uns damit wehtun.

"doch so sind Menschen, sie
wissen es besser - 
machen es aber nicht besser"




warum? warum. warum, warum, WARUM?
ich weiß es einfach nicht. 

mein Gesicht ist kalt. Sonne scheint. es ist Oktober, fast November. ich mag November; Dezember, Januar, Februar, März und April aber nicht.
ich wünsche mir einen Fisch in einem runden Glas, ich weiß, dass das nicht tierfreundlich ist und man Tiere nicht einsperrt. 
ich würde dem Fisch zuschauen, es wäre kein Goldfisch, vielleicht ein Piranha, wie er den ganzen Tag nichts anderes macht, als herumzuschwimmen, von A nach B und wieder zurück. ich würde mich fragen, ob ihm nicht stinklangweilig ist. ich würde mir wünschen, dass ich seine Probleme hätte, klein und unbedeutend für einen Menschen.

sowas denken wir. aber was ist schlimmer: ein langweiliges Leben ohne jegliche Erfahrungen oder Erlebnisse oder ein Leben in dem wir die selben Fehler immer wieder machen - was sich ändern ließe - ?

man weiß es nicht genau. manche Menschen maßen sich an, über sowas zu urteilen; eigentlich alle. ich auch. darf man sowas? man weiß es nicht genau.

manchmal... möchte ich einfach nur alles hinschmeißen. jetzt zum Beispiel. weil manche Situationen ausweglos scheinen. dann stehe ich einfach nur an einer Wand gelehnt und schließe die Augen, versuche, zu vergessen, registriere, dass es irgendwie nicht geht; und meistens merke ich dann nur noch, wie heiße Tränen meine Wangen hinunterlaufen.

 

[do you believe it's over?]

und ich will nichts, als
vergessen
ich will mich nicht mehr mit
Menschen umgeben müssen, die 
mir die Lebenslust entziehn
ich will
meine Ruhe vor diesen Menschen und
nicht meine Zeit mit
ihnen verschwenden, sondern mit
Menschen verbringen, die mich vergessen lassen, dass 
Probleme existieren, mit
Menschen, bei denen ich
mich wohlfühle und die
sich bei mir wohlfühlen

Bahn, bald wieder; bald wieder fahre ich fünf Stunden mit der Bahn, ich kenne mich: ich werde ein dickes Buch mitnehmen und mir vornehmen, es zu lesen, doch das werde ich nicht. ich werde aus dem Fenster sehn und mich freuen, dass ich mich immer weiter von den Menschen entferne, die mir den Alltag nur versüßen, wenn sie endlich weg sind. ich werde viel Zeit haben, um nachzudenken und wundervolle Luftschlösser zu bauen, die ich niemals in der Realität nur vermuten könnte, ich werde
sie lieben, ich werde ihn sie einziehen wollen; doch dabei wird mir bewusst werden, dass das einfach unmöglich ist.     


ich will nicht! ich will nichts.
ich will das Einfachste der Welt, doch es geht nicht. es ist so einfach; doch ich mache ein riesiges Problem daraus, ohne das eigentlich zu wollen - oder umgekehrt? will ich das vielleicht? ich glaube das nicht.
weiß ich überhaupt irgendwas ganz sicher? kann ich überhaupt etwas ganz sicher wissen? woher soll ich etwas zu hundert Prozent wissen? Menschen belieben, zu lügen

sage ich. und selber tu ich nichts anderes. ich hasse mich dafür. ist schon okay

und meine winzigen Probleme kommen mir so groß vor, während die anderer viel, viel, viel größer sind und meine nicht mal sehen, weil sie so mikroskopisch klein sind; trotzdem halte ich mich mit dem Scheiß total auf.
ich sage: manchmal muss man sich eben ändern. 
doch das ist nicht einfach. denn dazu muss man erstmal anfangen; man muss es einfach machen. dann geht es ganz leicht 



lass mich los!
doch eigentlich 
hältst du mich überhaupt nicht fest

Dienstag, 16. Oktober 2012

Aufmerksamkeit

es sind nicht Worte, die wehtun.
es sind die Worte, die nicht gesagt werden, die wirklich schmerzen; kalte Ignoranz, die einen allein im Regen stehen lässt. allein - im kalten Regen unter dunklen Wolken.

kalt - es wird immer als so negativ behaftet angesehen. ich finde das nicht. ich schreibe Satzanfänge auch nicht groß und beginne Sätze mit "und". heißt das jetzt, dass ich nicht richtig im Kopf bin und die vielen anderen, die das auch so sehen und machen, auch nicht? oder ist das einfach eine neue Generation? kommt irgendwann nach Romantik, Sturm und Drang und dem ganzen Krimskrams auch mal etwas Neues? vielleicht. aber es wird nicht mal halb so rebellisch sein. vielleicht.

kalt, jedenfalls. 
kalte Luft in meinen Lungen... kalt, klar und frisch. es ist dunkel. - wieder so ein negativ behaftetes Wort. die Menschen sollten lernen, das Gute am "Schlechten" zu sehen. eigentlich sollte ich entweder beides in Anführungszeichen setzen oder keines von beiden, denn aus dem einen resultiert das andere. eigentlich will ich "eigentlich" aus meinem Wortschatz streichen. und sowieso sollte ich erstmal anfangen, mich so zu ändern, wie ich mich haben will.
kalte Luft, die ich einatme... im Dunkeln. allein. allein! in meiner Klassenarbeit in Englisch von heute wurde ein Zitat genannt, es lautete: "Mobile phones, WLAN, E - Mail, Twitter..." und irgendwas. die Kernaussage dieses Zitats war, dass "die Jugend von heute" gar nicht mehr allein sein kann, ohne Smartphone und Facebook und so. write a comment. ich denke, dass das Schwachsinn ist. durchaus können auch "wir" allein sein. "wir"... allein schon, dass man uns alle in eine Schublade quetscht. allein schon, dass es Schubladen gibt! ich rege mich schon wieder viel zu viel auf. das gibt Falten. wrinkles, in Englisch, übrigens.
kalte Luft in meinen Lungen, ich stehe im Dunkeln; allein. ich empfinde die Gesamtsituation als durchaus angenehm. ich stelle mir vor, wie ich diese Situation beschreibe und ich denke daran, dass die Texte aller großen Dichter und Autoren auseinandergenommen werden, wie ein Stofftier von einem Hund. es würde mich einfach nur ankotzen. ich schreibe doch Texte nicht, damit sie jemand in Einzelteile zerlegt! es hat mich manchmal viel Mühe gekostet, Sätze so zustande zu bringen, dass sie mir gefallen - da sollen die auch bitte so bleiben.


nasse Straße, sie glänzt im Licht der Straßenlaterne. es ist nachts oder abends, ich finde, es fühlt sich an wie nachts, weil es so unglaublich dunkel ist. finde ich wunderschön. ich geh die Straße lang, in meinem Kopf singen Vokalisten verschiedener Bands über Leben, Tod, Treue und vor allem über Liebe. 

"She is love!" - 3 Doors Down
"I thought I've found a flower in a field of weed..." - Billy Talent
"You know, that I can use somebody." - Kings of Leon

Letzteres ist schön... aber eigentlich will man das nicht hören. nein, ich

will nicht ersetzbar sein, ich
will etwas Besonderes sein, ich
will Liebe. und Aufmerksamkeit. von jemandem, der mich interessiert, ich
will nicht gelangweilt werden. halte mich bei Laune! könnte ich sagen, aber 
das klingt so nach "unterhalte mich", und das meine ich nicht. ich meine, dass
ich weiß, dass ich dich vielleicht nicht verdient habe und ich es eigentlich sein müsste,
die um deine Aufmerksamkeit buhlt, ich weiß, dass
du jede andere haben könntest, vielleicht. ich meine, dass
ich mich als etwas Besonderes fühlen will, aber weil
ich mir dieses Gefühl nicht geben kann, musst du es mir geben. 
und nur du.
weil andere mich nicht interessieren; ob sie sich für mich interessieren, ist mir egal. 
ich will deine Aufmerksamkeit. am Besten komplett.

ich weiß, dass das nicht geht. ich weiß, dass ich erst mich lieben muss, damit ich jemanden lieben kann. 
eigentlich.
sich selbst bemitleiden ist leicht, deswegen tun das die meisten. sich selbst aber kritisieren und damit umgehen, sich ändern - das ist gar nicht leicht. der Witz ist: die, die es schaffen, sich zu ändern und sich irgendwann so haben, wie sie sich haben wollen, prahlen damit nicht herum - weil sie die Aufmerksamkeit, die sie damit bekommen würden, nicht brauchen. diese bestimmte Aufmerksamkeit, die mit Mitleid und mit Neugier verbunden ist, brauchen nur charakterschwache Menschen. charakterschwache Menschen sind nicht immer charakterschwach. meistens wissen sie genau, was sie wert sind, aber sie glauben sich irgendwie selbst nicht und sind in einem Zwiespalt; auf der einen Seite wissen sie es, auf der anderen brauchen sie jemanden, der es ihnen zeigt - und eigentlich brauchen sie genau das nicht. eigentlich brauchen sie etwas völlig anderes, eine völlig andere Art der Aufmerksamkeit, nicht diese bewundernde; doch die werden sie nicht bekommen. und so bleiben sie charakterschwach.
nun, Charakterschwäche ist ein sehr negativ behaftetes Wort. wollen wir jetzt all jene, die sich selbst bemitleiden und davon reden, dass sie sich hassen, aber nicht davon, dass sie sich ändern wollen - wollen wir diese Menschen jetzt deswegen verachten? oder sollten wir versuchen, an ihnen das Positive zu sehen - sollten wir weiter versuchen, ihnen zu helfen, obwohl es ausweglos scheint - oder sollten wir sie bewusst ignorieren? was sollten wir tun? 
wer kann uns sowas sagen?
ich wünschte, ich könnte es, ich wünschte auch, ich wäre nicht jener charakterschwache Mensch, der hier als Beispiel dient. 

Sonntag, 14. Oktober 2012

senseless sunday

wütend bin ich, sehr, sehr wütend und enttäuscht. meine Texte sind in letzter Zeit einfach nur schlecht. irgendetwas passt nicht. irgendetwas ist falsch. aber was? ich will es wissen, ich muss es wissen. denn Schreiben ist das Einzige, in dem ich - eigentlich - gut bin, zumindest sagen das viele. ich brauche das für mein nichtexistentes Ego, ja. es ist wichtig für mich, zu wissen, das andere etwas wertschätzen, was ich tue... 
aber ich bin auch ein bisschen glücklich. weil es da eine Person gibt, die mir ähnlich ist. wollte ich erst gar nicht einsehen. sie versteht mich oft, diese Person, und oft fragt sie mich nach meiner Meinung; am Liebsten würde ich ihr den ganzen Tag zuhören. ich hab sie gern, diese Person. ich hab sie wirklich gern.














Donnerstag, 11. Oktober 2012

Alltagsscheiß


müde bin ich. gestern war Bergfest. morgen, ab 5 nach halb zwei, ist Wochenende. und ich zwänge mich jetzt nicht mehr in das Zwangskostüm mit der Aufschrift "Satzanfänge groß schreiben", weil manche das besser finden. dichterisches Stilmittel! ha.
meine Augen tun weh. meine Haare nerven mich und ständig muss ich sie mir aus dem Gesicht streichen. Formeln überall. Hermeneutik. keinen blassen Schimmer, was das ist.

ich geh weg. wenn die Tür hinter mir zufällt, bin ich schon am anderen Ende der Welt. scheiß Gedanken lass ich Zuhause. altes Zuhause. suche ein neues. genau. finde es irgendwo in meinem Kopf, verliere es wieder, wenn ich die Augen aufmache und wieder im Alltag bin

Wörter, so viele. so viele Bücher hab ich gelesen, so viele Menschen reden gehört, selbst so viel geredet; Wörter. zärtlich ins Ohr geflüstert, vor die Füße gekotzt, ins Gesicht geschmissen. Wörter - unterdrückt, groß im Kopf, nie über die Lippen gekommen. manchmal gewollt, manchmal nicht, manchmal wusste ich es selber nicht genau. manchmal sind es Wörter, die alles retten und manchmal sind sie es, die alles einreißen und kaputt machen. sie sind halt ein menschliches Produkt und da kann das nicht anders sein...

ratlos. ich weiß nicht. ich muss erstmal ein Buch lesen, ein bestimmtes - Ich hab die Unschuld kotzen sehen, von Dirk Bernemann. oder nicht? vielleicht lieber nicht. ich bin noch unzufriedener mit mir als sonst. ich bin unsicher. ungenau. unperfekt. un. ich will mich hinlegen, mich ausschlafen, aufwachen und irgendwo anders sein. irgendwas anderes machen. irgenjemand anders sein. oh ja. vor allem das. anders sein. denn so, wie ich bin, gefalle ich mir einfach überhaupt nicht. ich bin müde. mir fallen die Augen zu. 
Gedankenkotze - überall



ich vergess mich... langsam aber sicher. in den Momenten, in dem ich im Zug sitze und Musik hör, rausschau, alles vorbeiziehn seh. liegt an der Jahreszeit. da wird mein Körper leer und mein Kopf erst recht; alles, was ich tu, ist wie mechanisch. ich tu es, weil ich es tun muss, ich fühle nichts. ich bin erschöpft. falle abends müde ins Bett - stehe morgens müde auf - sitze müde in der Schule - falle abends müde ins Bett.
und den ganzen Tag höre ich mir Dinge an, die ich nicht hören will. Dinge, die mich nicht interessieren. Menschen. sie sind zu laut. zu penetrant. zumindest die, deren Gedanken mich nicht interessieren. die, die eigentlich was zu sagen hätten, sagen nichts, weil sie es besser wissen. weil sie anderen nicht ihre Gedanken aufdrücken wollen. 
und ja. natürlich muss man sich einander anbrüllen, wenn man zehn Zentimeter voneinander entfernt steht und die Umgebung normallaut ist. warum auch nicht. 
ich verstehe Menschen nicht. sie sind meist so nutzlos. ich bin müde.

ich will Zeit. mehr Zeit.

und irgendwann 
bin ich weg. hab ich es geschafft, endlich. 
jetzt steh ich hier. weit weg von meinem alten Zuhause. in meinem neuen Zuhause. vorübergehend. der Wind pustet mir die Haare aus dem Gesicht und Schwalben ziehn am Himmel Richtung Süden. 
ich schlafe - lang. 10 Stunden am Stück, jeden Tag. endlich. nachholen, was ich erst versäumt habe. einschlafen neben jemandem, der warm ist, der mir was von seiner Wärme abgibt. aufwachen, wenn die Sonne in mein Gesicht scheint und mir jemand die Haare aus dem Gesicht streicht, mich küsst. wenn man noch Gänsehaut davon bekommt. wenn man in Liebe zu ertrinken droht...
alles perfekt, alles neu, zumindest am Anfang. und dann? fängt das dann alles wieder an, der Trott, läuft das dann alles noch einmal ab, wieder und wieder?
eigentlich ist das große Problem immer noch da - ich. ich kann nicht vor mir weglaufen. 
und Du kannst das auch nicht. wir beide können das nicht.