Donnerstag, 17. Mai 2012

no, no, no, no

in der Bahn sitzen, Sonne. den Gang rüber neben mir sitzt ein sehr, sehr hübsches Mädchen mit langen dunkelbraunen Haaren, so bisschen gelockwellt, gut gekleidet, nicht spießig; hört mit ihrem iPhone Musik und schaut mich an. wieso schaut mich ein schöner Mensch an? sie lächelt. wieso lächelt mich ein schönes Mädchen an? unsicher ist kein Ausdruck für meine Gefühlslage, was soll ich machen? ich schau ein wenig unsicher lächelnd zurück, sie lächelt immer noch. 
als ich aufstehe und aussteigen will und diesem schönen Wesen fast meinen riesigen Wanderrucksack ins Gesicht hau, "aaaalter" fluche und mir auf die Lippe beiße, lacht sie mich an. sie ist wirklich schön. 


zu viele scheiß Bands, ZU VIEL HYPE! nochmal
zu viele scheiß Bands, ZU VIEL HYPE!


"Hehe" twittert Christopher Lauer (@Schmidtlepp) und ich laufe neben zwei Verliebten gegen die Sonne. Gesicht verziehen und hübsche Menschen sehen, ja, ich bin in Bayern. gibt sogar welche mit Tunneln, Sidecut, Piercings und Tattoos, gut, sehr schön, gefällt mir. ich vermisse meine Schulter zum Anlehnen, meinen besten Freund. der ist grade 500 Kilometer weg und er fehlt mir so sehr.
 trotzdem sind die alle so schön und ich fühl mich so mies. ich will auch schön sein! ich will mich auch in meinem Körper wohlfühlen und Ausstrahlung haben. ichwillichwillichwill. ich will intelligent sein und schön und toll und liebenswert und überhaupt so. 

wenn ich Glück hab, bringt das Joggen was und ich krieg einen schöneren Körper, zwar bleibt mein Gesicht entstellt und ich an sich auch, aber mal schauen, ich mein, dagegen kannst du ja eh nix machen und ich auch nicht und naja.






wie gesagt: der Sonne entgegen
diese zwei Menschen neben mir, grrrrr. das Blöde: den einen liebe ich, SEHR! und der andere ist auch ganz nett und lieb und den darf ich nicht so einfach hassen, weil der Mensch, den ich liebe, ihn halt liebt. ich würde so gerne, nein, ich darf nicht. wieso verdammt sind die glücklich und ich nicht? weil sie schön sind, schlank, sportlich. leben hier in dieser großen Stadt und kommen klar. 


ich fühl mich so klein und so verloren, so Dorfkind halt, ist eigentlich auch nicht schlimm, das alles hier passt mir nicht.. ich gehöre zur Alternative, ich mag Altstädte, NEON, ehrliche und gefühlvolle Menschen; emotionale Musik, kleine Cafes, musikhörend Bahn oder Bus fahren, der Sonne entgegen. Bücher lesen mag ich auch und Natur, Natur ist super. Joggen durch einen Wald oder einen Feldweg entlang, wirklich, wunderbar, ganz wunderbar. mit Musik in den Ohren und irgendwie einem vollen - aber auch total leeren Kopf. weißt du, was ich mein? du kannst laufen und laufen und alles vergessen, aber du kannst auch alles überdenken. 
und wie ich im Endeffekt auf kein Ergebnis kommen. immer das Selbe mit mir, nicht wahr?


ich will Hand in Hand laufen, in den Arm genommen werden, will
Küsse in die Haare gedrückt bekommen. will so vieles, könnte es vielleicht auch haben, aber so einfach ist das halt einfach auch nicht. 
ich mag Wuschelhaare zum Durchwuscheln haben, Augen zum Reinschauen und verstanden - und sicher - fühlen. Hände zum Festhalten und Pullis mit dem Duft einer anderen, einer geliebten Person; endlose Gespräche über alles und nichts, abends zusammen irgendwo hingehen oder nicht - Filme schauen und die ganze Zeit diese Hände halten, diese Stimme hören, du weißt schon.
ich will etwas, nein, jemanden - jemanden für mich ganz allein. zum Lieben und geliebt - werden.
aber jemand hat mal gesagt:
nur jemand, der sich selbst achtet und liebt, wird von anderen geachtet und geliebt. 
ist das wahr? wenn es wahr ist, muss ich noch sehr, sehr lange warten


was ich wirklich will, ich will mein Leben endlich leben, es genießen, in vollen Zügen und so, sag mal, kennst du "Forrester gefunden"? schauen wir grade. das ist ein wirklich schöner Film und er bringt mich zum Weinen und zum Nachdenken, jedes Mal. 
ich kann das hier alles nicht. mir wurde ein Leben gegeben und ich kann damit nicht umgehen, wäre es nicht besser, würde ich es beenden? ich weiß damit nichts anzufangen, ich fühle mich eingesperrt und gezwungen irgendwie, ich bin nicht zum Leben geschaffen: aber mir wurde es, dieses Leben, einfach gegeben und damit sehr viele Pflichten, ich kann nicht einfach aussteigen, weißt du? das ist gemein. das darf man nicht machen!


Forrester gefunden. ich verliere mich mal wieder, kann mich für kurze Zeit konzentrieren, aber sobald ich halt wieder im Bett liege, denke ich über das alles nach. über mein Leben und wie ich damit umgehe - und umgehen sollte. ich bin einfach nicht für das Leben gemacht, so scheint es

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