Samstag, 26. Mai 2012

"du hast dich verändert"

"du hast doch gesagt, du liebst mich"
ca . 1 Mio. Menschen 


was meinst Du damit, mit "meine Gefühle haben sich verändert" und "es liegt nicht an dir" und dem ganzen Zeugs? ich will das nicht hören. das kann nicht sein. du hast doch gesagt, du liebst mich und ich bin die Eine. hast du doch gesagt. das kann doch nicht einfach weg sein, so schnell und plötzlich? kann es doch nicht! nein, geh jetzt nicht, bleib noch hier, rede mit mir, wir können das doch schaffen, machen, dass es so wird wie früher! bleib hier und gib uns eine Chance, die Vergangenheit zurückzuholen!


"wo früher einmal ihr Gesicht war
sitzt heute ne Maske aus Rouge und Kajal
die Freuden, die wir damals miteinander teilten
sind ihr heute scheiß egal
in die Disse, vor der wir uns über die Besucher besickten,
geht sie heute selber rein
über was sie redet, wie sie's sagt und was sie damit meint
war ihr früher einmal peinlich
und klar, ich weiß genau, daß sich Zeiten immer ändern
und nichts beständig ist,
doch Gehirne gehen heute immer öfter verloren
und ein neuer Amokläufer beginnt von vorn"

Wohlstandskinder - Andrea ist ein Schmuddelkind mehr


manchmal blicke ich zurück und fühl mich schlecht. vermisse das alles und dich und meine damalige Kindheit und Unschuld - das alles, was jetzt weg oder vermindert ist.
unsere langen, sinnlosen - aber lustigen Gespräche und die Gespräche über ernste Dinge, über Geheimnisse und sowas, weißt du.
was wir alles gemacht haben, oh mann. Bilder anschauen und drüber nachdenken und so, das macht mir zu schaffen - du hast dich so verändert
so verändert hast du dich, ich erkenne dich kaum wieder. 

doch das geht uns mit allen so, alle verändern sich - ob ins Gute oder ins Schlechte ist jetzt mal unwesentlich. 
Menschen werden abgehoben, Menschen werden dicker, Menschen werden intelligenter, Menschen werden distanzierter, Menschen werden dünner, Menschen werden offener.. 
Menschen beginnen mit Dingen, an die sie vor ein paar Jahren noch nicht mal gedacht hätten und trennen sich von Dingen, die sie einst liebten. 
das ist ja im Grunde genommen auch nichts Schlechtes.
Gefühle verändern sich auch, Liebe wird zu Freundschaft, Hass zu  nichts, Sympathie zu Liebe, Freundschaft zu Ignoranz..
viele diese Veränderungen empfinden wir als positiv und freuen uns darüber;
aber viele dieser Veränderungen gefallen uns auch nicht - die,
die anfangs so unbequem erscheinen und einem anscheinend die Luft nehmen;

  denn die meisten Menschen hängen an der Vergangenheit - auch wieder im Grunde genommen nichts Schlechtes, doch einst sagte Wolfgang Joop:
"Freiheit und Glück bestehen im Loslassen, nicht im Sammeln und Bewahren."

sagt sich immer so einfach. die Vergangenheit bildet einfach mal einen Teil unseres Lebens, sie hat uns so gemacht, wie wir heute sind, deswegen hängen wir so daran.. viele Menschen haben eine miese Vergangenheit, welche sie verletzlich gemacht hat, stark verändert hat.. besonders diese Menschen denken oft darüber nach, was "falsch gelaufen" ist. glaubt mir, ich kenn mich da aus. 
klar: wenn alte Freunde gehen, kommen neue. und alles sowas. aber es verletzt dennoch, oder versetzt einem so einen kleinen Stich ins Herz, wenn man einer  Person aus dem alten Leben begegnet und sich fragt, wo die alten Zeiten hin sind, oder etwa nicht?



"früher warst Du viel besser!"
Zitat nach T.

Donnerstag, 17. Mai 2012

no, no, no, no

in der Bahn sitzen, Sonne. den Gang rüber neben mir sitzt ein sehr, sehr hübsches Mädchen mit langen dunkelbraunen Haaren, so bisschen gelockwellt, gut gekleidet, nicht spießig; hört mit ihrem iPhone Musik und schaut mich an. wieso schaut mich ein schöner Mensch an? sie lächelt. wieso lächelt mich ein schönes Mädchen an? unsicher ist kein Ausdruck für meine Gefühlslage, was soll ich machen? ich schau ein wenig unsicher lächelnd zurück, sie lächelt immer noch. 
als ich aufstehe und aussteigen will und diesem schönen Wesen fast meinen riesigen Wanderrucksack ins Gesicht hau, "aaaalter" fluche und mir auf die Lippe beiße, lacht sie mich an. sie ist wirklich schön. 


zu viele scheiß Bands, ZU VIEL HYPE! nochmal
zu viele scheiß Bands, ZU VIEL HYPE!


"Hehe" twittert Christopher Lauer (@Schmidtlepp) und ich laufe neben zwei Verliebten gegen die Sonne. Gesicht verziehen und hübsche Menschen sehen, ja, ich bin in Bayern. gibt sogar welche mit Tunneln, Sidecut, Piercings und Tattoos, gut, sehr schön, gefällt mir. ich vermisse meine Schulter zum Anlehnen, meinen besten Freund. der ist grade 500 Kilometer weg und er fehlt mir so sehr.
 trotzdem sind die alle so schön und ich fühl mich so mies. ich will auch schön sein! ich will mich auch in meinem Körper wohlfühlen und Ausstrahlung haben. ichwillichwillichwill. ich will intelligent sein und schön und toll und liebenswert und überhaupt so. 

wenn ich Glück hab, bringt das Joggen was und ich krieg einen schöneren Körper, zwar bleibt mein Gesicht entstellt und ich an sich auch, aber mal schauen, ich mein, dagegen kannst du ja eh nix machen und ich auch nicht und naja.






wie gesagt: der Sonne entgegen
diese zwei Menschen neben mir, grrrrr. das Blöde: den einen liebe ich, SEHR! und der andere ist auch ganz nett und lieb und den darf ich nicht so einfach hassen, weil der Mensch, den ich liebe, ihn halt liebt. ich würde so gerne, nein, ich darf nicht. wieso verdammt sind die glücklich und ich nicht? weil sie schön sind, schlank, sportlich. leben hier in dieser großen Stadt und kommen klar. 


ich fühl mich so klein und so verloren, so Dorfkind halt, ist eigentlich auch nicht schlimm, das alles hier passt mir nicht.. ich gehöre zur Alternative, ich mag Altstädte, NEON, ehrliche und gefühlvolle Menschen; emotionale Musik, kleine Cafes, musikhörend Bahn oder Bus fahren, der Sonne entgegen. Bücher lesen mag ich auch und Natur, Natur ist super. Joggen durch einen Wald oder einen Feldweg entlang, wirklich, wunderbar, ganz wunderbar. mit Musik in den Ohren und irgendwie einem vollen - aber auch total leeren Kopf. weißt du, was ich mein? du kannst laufen und laufen und alles vergessen, aber du kannst auch alles überdenken. 
und wie ich im Endeffekt auf kein Ergebnis kommen. immer das Selbe mit mir, nicht wahr?


ich will Hand in Hand laufen, in den Arm genommen werden, will
Küsse in die Haare gedrückt bekommen. will so vieles, könnte es vielleicht auch haben, aber so einfach ist das halt einfach auch nicht. 
ich mag Wuschelhaare zum Durchwuscheln haben, Augen zum Reinschauen und verstanden - und sicher - fühlen. Hände zum Festhalten und Pullis mit dem Duft einer anderen, einer geliebten Person; endlose Gespräche über alles und nichts, abends zusammen irgendwo hingehen oder nicht - Filme schauen und die ganze Zeit diese Hände halten, diese Stimme hören, du weißt schon.
ich will etwas, nein, jemanden - jemanden für mich ganz allein. zum Lieben und geliebt - werden.
aber jemand hat mal gesagt:
nur jemand, der sich selbst achtet und liebt, wird von anderen geachtet und geliebt. 
ist das wahr? wenn es wahr ist, muss ich noch sehr, sehr lange warten


was ich wirklich will, ich will mein Leben endlich leben, es genießen, in vollen Zügen und so, sag mal, kennst du "Forrester gefunden"? schauen wir grade. das ist ein wirklich schöner Film und er bringt mich zum Weinen und zum Nachdenken, jedes Mal. 
ich kann das hier alles nicht. mir wurde ein Leben gegeben und ich kann damit nicht umgehen, wäre es nicht besser, würde ich es beenden? ich weiß damit nichts anzufangen, ich fühle mich eingesperrt und gezwungen irgendwie, ich bin nicht zum Leben geschaffen: aber mir wurde es, dieses Leben, einfach gegeben und damit sehr viele Pflichten, ich kann nicht einfach aussteigen, weißt du? das ist gemein. das darf man nicht machen!


Forrester gefunden. ich verliere mich mal wieder, kann mich für kurze Zeit konzentrieren, aber sobald ich halt wieder im Bett liege, denke ich über das alles nach. über mein Leben und wie ich damit umgehe - und umgehen sollte. ich bin einfach nicht für das Leben gemacht, so scheint es

Dienstag, 1. Mai 2012

scheisse.

so eine Scheiße, das alles.

im Bett liegen. die Geister meiner Vergangenheit und ich selbst jagen mich, erinnern mich an die ganzen Geschehnisse, an Fehltritte, an verlorene Kämpfe. in diesem Zustand versuchen, zu schlafen entpuppt sich als mission impossible. 
bss - bss!
SMS. grm. will ich das jetzt lesen? 
vielleicht hat er ja zurückgeschrieben. er, dem ich anscheinend wehtu. er, der mir auch wehtut, irgendwie.  er, der meine Laune grade beeinflusst. negativ.
nein. eine für mich eher bedeutungslose Person ist der Verfasser dieser einfallslosen und sinnlosen Nachricht, verdammt. 
und doch schaffe ich es, in einen unruhigen und kurzen Schlaf von viereinhalb Stunden zu fallen. 

8:30, ich wache auf. kein Wecker, keine lauten Kinder, keine lauten Nachbarn, nichts. mir ist heiß und ich fühle mich ab der ersten wachen Sekunde unwohl. ich hab noch nicht in den Spiegel gesehen und weiß, ich sehe ziemlich scheiße aus. 
das wird ein beschissener Tag.

auf gezuckerte, in Liebe getauchte Worte folgen verbitterte Worte, die mich sehr treffen. weil es nicht zum ersten Mal passiert, sondern in der "und täglich grüßt das Murmeltier" - Manier, ICH HASSE ES.
lass los, habe ich gesagt. 
du musst loslassen. das tut nicht so lang weh, wie dann, wenn du daran festhältst, glaub mir.
verbitterte Worte jedenfalls. sie produzieren meine schlechte Laune, dieses suicide season - Gefühl. ich will nicht mehr. bäh. 

auf der Wiese liegen und die Worte Murakamis wie ein Schwamm aufsaugen. manche Sätze wiederholt lesen; das Buch weglegen und darüber nachdenken. 
wie wäre es, wenn mein Leben nur eine Geschichte wäre? wenn jede Bewegung, jede Tat vorgeschrieben wäre; würde jemand das Buch über mein Leben lesen? das wäre doch deprimierend; allerdings stehen die Leute heutzutage auf sowas. 
die Sonne scheint mir aufs Gesicht und scheint es zu verbrutzeln. aus den Kopfhörern in meinen Kopf wandert "I want you" von Kings of Leon, wäre dieses ganze scheißblöde Drumherum nicht, wäre alles so schön.

just say I want you, just exactly like I used to  
'cause baby this is only bringing me down.

I want you, sagter. er weiß, was er will. er singt es geschmeidig dahin und alles ist gut.
was will ich eigentlich?
ich sollte diesen ganzen Kram mal überdenken;
- doch das hab ich schon so oft gemacht. und wozu hat es geführt? genau. keinerlei Veränderungen. 
meine aktuellen Gedanken:
von wem kann ich morgen Mathe abschreiben?
wieso seh ich eigentlich so extrem mies aus heute?
scheiße, ist das warm. 
muss noch bei meiner Versicherung anrufen.
Naokos Lächeln.

ich schleiche mich elegant an meinen Problemen vorbei, um mich nicht ernsthaft damit befassen zu müssen. 

du tust irgendwie allen weh, sagt sie. 
ich weiß, sage ich. mach ich ja eher nicht mit Absicht.
vielleicht Unterbewusstsein oder sowas. keine Ahnung. 

wieso? 
schau mich an, verdammt. red mit mir. und, merkst du das? ich bin den Schmerz nicht wert, ich bin überhaupt garnichts wert. du bist auch nicht die erste Person, der es so ergeht, warum auch immer. also lass es einfach und konzentrier dich doch bitte auf die schönen Dinge des Lebens.


es nagt auch an mir. 
warum schon wieder? mich kann man nicht lieben, so schön das auch wäre. das ist Einbildung, was anderes kann es nicht sein.
warum tun wir uns gegenseitig weh, warum tu ich dir weh, obwohl ich dich wirklich mehr als gern habe, warum?
ich komm mit mir selbst nicht klar.
ich will eigentlich nur ein geregeltes Leben, aber das krieg ich einfach nicht auf die Reihe.