Freitag, 30. März 2012

untouchable



[wir reden irgendwie den ganzen abend und die ganze nacht. wir unterhalten uns über alles mögliche und manchmal reden wir auch garnicht. du merkst, dass wir uns noch ähnlicher sind, als du dachtest. ich wusste das die ganze zeit. ich grübele den ganzen abend darüber, ob ich es tun soll oder nicht. ich weiß es schlicht und ergreifend nicht; 
ich wäge ab, was schlimmer ist: es nicht zu tun und mich ewig darüber zu ärgern, dass ich es nicht getan habe oder
es zu tun, mich zu blamieren und dir nie wieder in die augen sehen können.
die chancen stehen angeblich 50 zu 50. aber ist das wirklich wahr? ich wünschte, ich könnte in deinen kopf hineinschauen, wissen, was du denkst über mich. und vieles mehr.]

ich wache auf - neben dir. du schläfst noch und ich schaue dir zu. die sonne scheint uns beiden ins gesicht und draußen zwitschern die vögel. deine augenlider zucken im schlaf, deine lippen bewegen sich. ich berühre vorsichtig dein gesicht, ohne dich zu wecken. das will ich schon so lange. sowas nennt man den perfekten moment. 
doch ich kann mich nicht an gestern abend erinnern - was war? oder besser gesagt: was war nicht? hab ich es getan oder hab ich es gelassen? diese ungewissheit macht mich schier wahnsinnig.
du wachst auf und deine unglaublichen augen sehen mich an. dein mund verzieht sich zu einem lächeln, du beugst dich zu mir und küsst mich.
ich bin glücklich.


SHES GOT ME DANCIN!
brüllt tommy sparks aus meinem handy heraus. 
es ist dunkel, kalt, mein hals tut weh und von dir ist hier absolut keine spur. es war ein traum. einer von so vielen, wie sie mich fast jede nacht heimsuchen. sie sind wunderschön, doch das problem: es sind träume. weit entfernt von der realität. zu weit, um sie irgendwann erreichen zu können



warum ich nur dich will?
weil ich genau weiß, 
dass ich dich niemals kriegen werde


manchmal hab ich zumindest so den eindruck. natürlich sehen meine motive anders aus, doch das ist egal. denn es ist einfach so, dass sich meine träume nicht erfüllen werden. ich möchte bitte weinen. ich hasse die wahrheit!


Donnerstag, 22. März 2012

again, again, again..

und deine worte, sie
zerstören alles. mit einem mal; es sind nur worte! doch sie machen alles kaputt. alles

wir rennen: meine tränen und ich; um die wette. ich durch diesen viel zu dunklen wald irgendwo im nirgendwo und die tränen meine wangen hinab. scheinen trainiert zu haben,
rennen schnell und vermehren sich zu sehr, ich laufe, so schnell ich kann, doch 
deine worte verfolgen mich. heften sich an meine fersen und lassen nicht los, nein
immer wieder stolpern sie unsanft in meine gedanken und breiten sich dort aus. sie werden lauter, größer, unendlicher

es ist nicht so, dass ich es nicht gewusst habe. 
doch der mensch verdrängt recht gern dinge, die ihm nicht gefallen. ich auch.
ich habe mich immer wieder an dieses stückchen hoffnung geklammert, 
an das licht am ende des tunnels geglaubt, hab geglaubt, es zu sehen, doch
es war kein licht, kein ende.
es war eine wand.

und nun? ich falle. ich falle in ein gefühlsloch, es fühlt sich endlos an. ist es aber nicht.
irgendwann kommt er: der boden.
der boden der realität und dann
klatsche ich unsanft auf. wache auf.
erkenne, dass es ja irgendwie weitergehen muss - ohne dich
schon allein diese worte zu schreiben, tut weh und ich weiß nicht, was ich ohne dich anfangen soll.

doch, nein
so geht es nicht. man kann sein leben nicht an einer person festmachen, 
nein, das
hat mir nicht meine mama gesagt und auch nicht mein papa. das ist eine erkenntnis, die jeder irgendwann trifft, spätestens dann, wenn man den (gefühlt) endlosen schmerz zum ersten mal überwunden hat. doch so sind menschen: sie wissen es besser, machen es aber nicht besser. also
ertrinke ich nun in meinen eigenen tränen und denke an dich, an
deine augen, deine stimme, deine art, alles. ich gehe alle unsere konversationen durch und immer wieder packt mich dieser hoffnungsschimmer.. will mir weismachen, dass es etwas werden kann.
und ich idiotin glaube daran. ein bisschen, vielleicht zwei minuten, dann
zwickt mich die realität und schreit mir ins gesicht:
"gib es auf!"
hin und hergerissen, keine ahnung, was ich glauben soll. so lange schon hänge ich an dir und es bringt mir ja doch nichts!
aber gegen gefühle kann man wenig ausrichten

verdammt, mein kissen ist durchnässt. und DU bist schuld!

Sonntag, 4. März 2012

killin'

so many doubts cause I don't know what's going through your head und überhaupt.
im Zug sitzen, Musik hören, sehr apathisch dasitzen und aus dem Fenster schauen, keine Ahnung, das ist grade irgendwie so. zu viele Gedanken darüber, dass ich viel kaputt gemacht haben könnte und du womöglich Dinge von mir denkst, die du nicht denken sollst und die vielleicht falsch sind oder nicht förderlich oder sonstwas. dass ich irgendwie wie immer alles verbocke und nie aus Fehlern lerne (...) und naja, maybe, total Abfuck grade
ich sollte andere Musik hören und irgendwie an was anderes denken, aber ich kann nicht

es ist grell und hier ist ziemlich viel los. die Musik nimmt mich an der Hand und zieht mich weg von alldem
da wo wir jetzt hingehen, ist es kalt und dunkel und hier ist niemand außer uns;
und sie schreit mich an
schreit mir ins Gesicht, warum ich immer wieder Dinge tu, von denen ich weiß,
dass ich sie lassen sollte, warum ich
so bin wie ich bin und die ganze Zeit vom Ändern rede, aber nichts ändere;
einfach unverbesserlich bin und lebendig begraben gehöre.
sie schreit einfach nur. irgendwann sind es nurnoch zusammenhangslose Worte in unvorstellbaren Tonlagen mit wilden Gestikulationen und ich habe Angst, dass sie mir eine runterhaut. verbal tut sie das, wie lange schon? lange. kein Zeitgefühl, es könnten fünf Minuten sein - aber auch zwei Stunden
es ist immernoch so kalt hier und so dunkel, es ist so ein Unwohlgefühl, das bei mir vorherrscht; hier ist niemand. wir sind allein.
sie schreit noch immer mit einer kratzenden, wehleidigen Stimme und ich interpretiere jedes einzelne Wort und stelle fest, dass sie einfach nur endlos deprimiert ist. ob jetzt wegen mir oder etwas anderem, keine Ahnung, aber sie trägt eine riesige Wut, gepaart mit Frustration, Empörung, Enttäuschung und vielem mehr in sich und lässt das alles genau jetzt los, lässt es an mir aus, bin ich überhaupt schuld?
JA!
schreit sie mich an, weil sie meine verdammten Gedanken kennt. jeden einzelnen kennt sie und jeden einzelnen bewertet und kommentiert sie mit ihrer fiesen Stimme, die so ehrlich ist, dass es schon wehtut. weil ich in einer verweichlichten Welt großgeworden bin und genauso verweichlicht bin; ich bin es gewohnt, bemitleidet und geliebt zu werden, ich habe mich daran gewöhnt, doch
dann kam sie. so realistisch und keineswegs pessimistisch. einfach nur gnadenlos ehrlich und ich kam darauf nicht klar.
jetzt schreit sie mir alles ins Gesicht, was ich längst weiß, aber noch länger verdränge, ich will nicht hinhören, doch sie bohrt sich regelrecht in meinen Kopf, hält mich fest und lässt mich nicht mehr los, packt mich an den Schultern und schüttelt mich durch, schreit mich immernoch mit dieser furchtbaren Stimme an,
sieht mich leiden. 
ich will wissen, ob auch sie leidet, will sehen, dass es ihr auch schlecht geht, so wie mir. 
das erste Mal schaue ich in ihre Augen und sehe

mich.



Donnerstag, 1. März 2012

until I die - forever

musik in den ohren, so viele gedanken im kopf, haare - dank wind - im gesicht; und eine träne. 
rundet das ganze irgendwie ab
ich will mir auf der stelle das leben nehmen, 
weil das alles hier keinen sinn macht
es passt alles nicht, ich will von dem ganzen scheiß hier nicht mal die hälfte

wir gingen viele wege zusammen. oder auch nicht.
wir haben uns oft angeschrien und gestritten und das volle programm, manchmal hab ich mir gewünscht, du wärst weit weit weg. ich brauch das jetzt auch garnicht auszuweiten, wir wissen das beide ganz gut

du fehlst, du fehlst mir
erzählst mir nichts mehr
du fehlst, du fehlst hier
sogar gewohnheiten 
fallen mir so schwer..
(der herr polaris - du fehlst mir)

genau so.
jetzt möchte ich mich für alles entschuldigen, was ich falsch gemacht oder gar unterlassen habe. ich glaube, ich habe irgendwas gemacht, was dich verletzt hat. aber ich weiß es nicht.
du sprichst nicht von sowas.
ich will dich auf der stelle mit der ganzen liebe, die ich habe, überschütten, dich umarmen und nie wieder loslassen, damit wir nicht nochmal getrennt werden, das
passierte mittlerweile einfach zu oft
wann haben wir das letzte mal miteinander gesprochen? 
es ist bald ein jahr her und wie ich das gerade schreibe, laufen mir lauter tränen mein gesicht entlang, weißt du, das
ist so ein schmerz, der von ganz tief drinnen kommt. ich nenn das jetzt mal seele.
das fühlt sich an wie ein la bomba, der die seele sprengt oder sowas. und als reaktion davon kommen die tränen dann
wie eine armee, es sind hunderte auf einmal mit einem viel zu großen kampfgeist, zu vielen angestauten aggressionen und gefühlen, die sie jetzt in form eines angriffs los werden.
ich will zurück in deine umarmung, die jetzt schon viel zu lange her ist,
scheiße, 
ich brauch ein taschentuch. oder besser gleich eine familypackung.
family.
fuck it

weißt du noch, an dem großen tag, an dem ich so hübsch wie nie sein sollte und der ein wichtiger tag in meinem leben werden sollte?
er hats wieder geschafft, mich kaputt zu machen mit seinem leeren gerede und runtergemache, auch da liefen so vielen tränensoldaten über mein gesicht und taten ihre arbeit. mein gesicht war rot und geschwollen und ich dachte, es bleibt jetzt ewig und drei tage so. 
dann kamst du mit zwei eisbeuteln, mit denen du durch deine andauernden sportverletzungen ja bestens vertraut bist, und du hast mich in den arm genommen und mir gesagt, wie dumm dieser mensch doch ist und dass ich das doch weiß
dass ein thor seinen zorn alsbald zeigt.. aber wer schmähung überhört, der ist klug.
du hast gesagt, dass ich doch klug bin und dass mir sojemand nicht die stimmung an einem so wichtigen tag verderben darf, du hast
mich in den arm genommen und mich geküsst und mir gesagt, wie lieb du mich hast,
du hast gesagt, wie schön mein kleid ist und dass ich toll drin aussehe und du stolz auf mich bist. dass ich das jetzt alles vergessen soll und die eisbeutel mein gesicht wieder in ordnung bringen.
es hat alles gestimmt.
doch keine zehn stunden später warst du wieder weg und ich war wieder allein mit dem thor und meiner anscheinend verschüchterten klugheit, oder vielleicht auch nicht vorhandenen.

ich kann zwar sagen, du fehlst mir, aber
du bist mir so fremd geworden, wobei
- kannte ich dich überhaupt wirklich?
ich bin mir fast sicher, dass ich das nie getan habe aber weißt du, 
ich liebe dich trotzdem und ganz egal, was du tust, ich werde dich immer lieben, auch
wenn du meine liebe nicht willst und nicht erwiderst. das ist alles so egal, weil du einfach einen festen platz in meinem herzen hast und wir untrennbar zusammen gehören, da kann niemand was dran ändern, weißt du. ich liebe dich und diese ganzen tränen, die ganzen unterdrückten schluchzer und die schreibfehler, die sich womöglich einschleichen, weil ich durch die tränengefüllten augen schlecht sehe, das
ist alles nur für dich