Donnerstag, 14. Januar 2016

just some overthinking

ich sitze tatsächlich hier und höre einen Chartsong. kann mich mit jeder Zeile identifizieren. heule jeden Moment. es ist grauenhaft.
ich will nur, dass du weißt...

warum? warum tu ich es mir an, mir Bilder von uns anzusehen? warum muss ich mich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit zusammenreißen, dir nicht zu schreiben? warum lösche ich nicht die vielen Songs von meinem iPhone, die uns verbinden - Springsteen, Dire Straits, Papa Roach, Bernhoft?

muss dann doch noch heulen. weil ich die beste Freundin der Welt habe. schreibe ihr, dass ich gleich heule und sie antwortet mit "ich ruf dich gleich an". warum ist die Frau nur so weit weg? fünfhundert Kilometer sind keine gute Distanz für zwei liebende Mädchen, und ich brauche sie. sie rät mir, mein Leben so zu leben, wie ich es will, zu genießen, glücklich zu sein. und in ihrer Gegenwart geht das auch gut, weil sie mir so viel Liebe gibt. weil sie mir ein Vorbild ist. weil sie mir den Kopf krault, mich streichelt, wenn wir rumliegen. weil ihre Umarmungen so warm sind und ihre Blicke so liebevoll. ihre ganze Aura ist voller Liebe und legt sich um mich wie ein dicker, warmer Wollpulli.

nur kann ich das nicht. ich kann mein Leben nicht in die Hand nehmen, weil ich nicht weiß, was gut für mich ist. weggegeben habe ich UNS. das Traumpaar. die heile Welt. die sichere Zukunft. das Bekannte. weggegeben habe ich dich, den Menschen, der mich am besten kennt. der so vorsichtig und rücksichtsvoll ist, liebevoll und zärtlich. der mich geliebt hat, aufrichtig. der mich überrascht hat mit Paketen und früher - Feierabend - machen. der einfach alles für mich gemacht hat. der mir Sicherheit und Halt gegeben hat.

der Gedanke, dass du eine andere Frau küsst, ist mir wohl egal. ist mir auch egal, mit wem du schläfst. aber es ist mir einfach nicht egal, dass du dich in eine andere verliebst, mich ersetzt, es geht nicht, es zerreißt mein Herz und verteilt die Stücke im Nirgendwo. und wenn ich recht drüber nachdenke, ist mir das auch nicht egal, wenn du eine andere küsst oder fickst oder mit ihr alles das machst, was du mit mir gemacht hast. wenn du eine andere so ansiehst, wie du mich angesehen hast, mit deinem Strahlen in den Augen und dieser grenzenlosen Liebe. wenn du online bist, aber nicht mit mir schreibst. ich könnte heulen.


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telefonierte mit der besten Frau der Welt. wie sie sagte, sie rief mich gleich an. lachte mit mir, tröstete mich, sagte mir ehrlich, dass es ewig dauern wird, über dich hinweg zu kommen. machte alles richtig. ich liebe sie. sie macht mich glücklich. kann es kaum erwarten, wieder mit ihr rauchend am Fenster zu stehen, shoppen zu gehen, neben ihr zu liegen. kann es schon nicht erwarten, wieder mit ihr am Telefon zu reden, denn das alles tut so gut. sie bringt Frohsinn in meinen Tag, anders kann ich es nicht nennen. es mag kein Glücklichsein sein, doch irgendwie hebt sie meine Stimmung und lässt mich lachen, wo ich doch gerade noch geheult habe. 
raus aus der Trauerplaylist. rein in die Playlist, bei der ich mich in der Öffentlichkeit zusammenreißen muss, nicht zu tanzen.
raus aus den Gedanken an dich. rein in die Gedanken an das viele Glück in meinem Moment, das ich nur wahrnehmen muss. 
jetzt muss ich nur noch WhatsApp schließen, um deine Nachricht nicht zu lesen, dass du mit einer anderen ausgehst. 

Samstag, 9. Januar 2016

2016

am Flurfenster stehen, Dresden - Neustadt. rauchen. bei einer Familie aus lauter Individuen, die alle sowohl ein gemeinsames, als auch ein eigenes Leben führen; glücklich sind. 
aus dem Fenster sehen, auf die Stadt, im Dunkeln. nicht genau wissen, wie ich mich fühlen soll. 

dieser Film. aufgeben, was Sicherheit gibt, aber unglücklich macht. nehmen, machen, tun, was glücklich macht. Barfuß auf Nacktschnecken. und ich. 

führt das zum Ziel? zu welchem Ziel? führt das trotzdem irgendwann zu Sicherheit, zu einer Sicherheit, die glücklich macht? oder ist Sicherheit nicht so wichtig, wenn man dafür glücklich ist? 
ein Leben. nur eins. Sicherheit oder Glück? und kann ich überhaupt ohne Sicherheit glücklich sein? wahrscheinlich muss ich lernen, mir selbst Sicherheit zu geben. aber ich weiß noch nicht, wie das geht. weil ich gerade einfach nur die Sicherheit vermisse und das Glück mich (noch) nicht genug vom Vermissen abhält.