Bin zurück aus dem Krankenhaus. War mal wieder sehr hübsch. Das Schwindelgefühl ist noch da. Lebe immerhin noch. Zwischen Literatur von George Orwell, Wolfgang Borchert und Heinrich Böll.
Wir haben den 21.12.2013 und ich bin kein Fan von Weihnachten. Nicht mal ein Unterstützer. Ich hasse es fast. Aber trotzdem habe ich das beste aller Schrottwichtelgeschenke abgestaubt - ein hässliches Sparschwein und eine Christbaumkugel in Schweinoptik - und auch noch Glück mit dem Wetter. Bisher war Schnee nur ein 2tägiges Thema. Perfekt. Schnee mag ich nämlich auch nicht.
Ich bin wieder in der schönsten Stadt der Welt. Gestern angekommen. Mit Glühwein und Liebe begrüßt worden. Und mit schönen Nachrichten.
Seit Neuestem bin ich Teil eines absolut kitschigen Pärchens. Und da ich im Luftschlösser bauen ja bekanntlich ganz groß bin (und weil diese Beziehung zur Abwechslung nicht nach 3 Monaten enden wird, da sie auf reiner Liebe aufbaut), tun wir genau das. Über die Zeit nach meinem Abi reden. Was dann kommt. Wo wir leben wollen und wie. Ich liebe es. Luftschlösser bauen ist so total mein Ding. Rumträumen und im Kopf Zukunftsbilder ausmalen. Meine erste eigene Wohnung gedanklich einrichten, den Hund im Tierheim schon mal aussuchen. Schon im Bett liegen und aus dem Fenster auf die Stadt meiner Liebe schauen. Die Angst vorm Studium und der FSJ - Bewerbung ausweiten. Aber die Freude auf all das übertrifft die Furcht...
Heute bin ich endlich wieder durch diese Schönheit gelaufen. Weihnachtsfeeling mit 1/2 Meter Bratwurst, Christkindelmarkt und Menschen en masse. An P's Arm festhalten, um ihn nicht zu verlieren. Was eigentlich eh nicht geht, da P viel zu groß ist; den kann man nicht so wirklich übersehen.
P plant auch. Und nicht nur seine Zukunft - auch meine. Sagt mir, dass er immer für mich da sein und meine Hand nicht loslassen wird. Das gibt mir Sicherheit. Genau die brauche ich. Und diese Stadt.
Aber nicht nur das. Ich brauche auch den zweiten Teil besagter kitschiger Beziehung. Auch wenn ich ein Freund von Distanz bin - diesmal bin ich wohl ordentlich verliebt. Hätte ich nicht von mir erwartet.
Heute darf ich mit einem iPad bloggen. Müdigkeit und Ungeduld zeichnen mich in letzter Zeit recht deutlich. Vor allem Ungeduld. Meine Haare wachsen zu langsam, bis zu meinem neuen iPhone vergehen noch zu viele Tage und die Borussia spielte auch schon wesentlich besser. Aber solange ich noch mehr als einen Tschick in meiner Tasche hab, mein Liebling nicht fremdgeht und mein 3er iPhone noch halbwegs funktioniert, will ich mich nicht beschweren.
Hab gestern in der Bahn drüber nachgedacht, ob das Leben mehr schön als traurig ist und wofür es sich zu Leben lohnt. Ich bin 17, ich darf das, tiefgründig in der Bahn sitzen.
P schreit den Fernseher an... Für die Borussia lohnt es sich heut nicht zu leben. Aber für unsere Zeit zusammen, unsere Spaziergänge durch diese wunderschöne Stadt, unsere Gespräche und den Hobbit nachher.
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