ohne absehbares Ende;
der Boden unter meinen Füßen ist matschig, ein bisschen. die Luft ist klar und duftet nach Regen. wunderbar.
der Wind in den Bäumen hört sich an wie das Meer; beruhigendes Rauschen, wenn die kahlen Äste hin- und herwehen...
Klarheit, für einen Moment,
Ruhe, für einen Moment.
in meinem Kopf ist nichts - kein Gedanke an heute, gestern oder morgen,
daran, was mal war oder daran, was noch kommen könnte.
nichts. endlich.
liegen
mit dem Wunsch, dass der Schlaf lang genug anhält;
mit offenem Fenster, um das Rauschen zu hören,
den Wind noch zu spüren und den Regen auch...
im Dunkeln, wenn nur noch der Mond scheint und es endlich still ist.
in meinem Kopf:
der Gedanke an die Melodie, die du gesummt hast, als du mich im Arm gehalten hast. jeder Gedanke in diesem Moment hat etwas mit dir zu tun;
wenn ich das Rauschen höre, den Wind spüre, den Regen riechen kann, denke ich daran, dass du mich verstanden hast. gewusst hast, wie sich das Gefühl anfühlt.
du hast gewusst, dass ich nicht automatisch depressiv bin, weil ich gerne allein bin, Halbunkel und Regenwetter mag. du hast gewusst, wie es sich anfühlt, alles für einen Moment hinter sich zu lassen.
dass es befreiend ist.
und ich erinnere mich daran, wie es war, wenn du mir in die Augen geschaut hast und gesagt hast, 'du brauchst keine Angst haben, erst recht nicht, wenn ich bei dir bin'; ich erinnere mich daran, als wäre es keine Sekunde her. erinnere mich an das Gefühl, das mich durchfuhr, jedes Mal, wenn ich dich sah, du mich ansahst - oder berührt hast. ich weiß es noch genau.
bei dir hab ich genau gewusst, dass ich am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt bin, dass es keine Zweifel gibt. weil du stark warst, obwohl du wusstest, wie gemein und hart das Leben und die Menschen sein können. weil du mir klar gemacht hast, dass ich dir vertrauen kann - immer. du hast gesagt, du lässt mich nie mehr allein, außer, ich möchte das so. du hast mir nicht weh getan, zu keinem Zeitpunkt.
du hast zugehört. selten geredet. das hat mich entspannt. du hast dir genau überlegt, was du sagst, immer. das hab ich bewundert. und geliebt.
und immer, wenn ich das Rauschen höre, den Wind spüre, den Regen riechen kann, denke ich an dich. an deine bärenartige Art, die Ruhe, die du ausgestrahlt hast. die Sicherheit, die du mir gegeben hast. ich denke an jedes Detail - deine großen Hände, die meine festgehalten haben, wenn wir irgendwo waren; die mich gestreichelt und gehalten haben. deinen Duft, wegen dem ich so oft meine Nase in deine Pullover gesteckt habe, wenn du nicht da warst. deine Narben. deine Stimme - tief, beruhigend. die Art, wie du fremden Menschen gegenübergetreten bist, oder Menschen, die weder so tolerant, noch so nachdenklich oder verschlossen waren wie du.
so oft denke ich an dich. Gänsehaut auf meinem ganzen Körper, wenn ich dich noch spüren kann - im Wind, Regen, im Rauschen der Bäume und des Meeres, sogar in der Dunkelheit. wenn ich daran denke, dass du dein Versprechen, mich niemals allein zu lassen, gehalten hast.
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