Montag, 30. April 2012

be somebody - für immer

Vögel zwitschern;
die Bank, auf der ich liege, ist hart und mir scheint die Sonne ins Gesicht. um mich herum summen Fliegen und Käfer, mein Hund hechelt irgendwo neben mir und es ist sehr, sehr warm. auf meinem Bauch liegen mein Buch, "Naokos Lächeln" von Murakami, meine Brille und mein Handy. mit jedem Atemzug bewegt sich das alles nach oben, mit jedem Ausatmen wieder nach unten. 
eine nasse Nase stupst mich an. 
der Geruch von Sonnencreme ist nicht zu ignorieren, er ist fast penetrant. ist das nicht absurd? früher, vor 2000 Jahren oder so, da gab es auch keine Sonnencreme - und unsere Vorfahren waren trotzdem immer draußen. hatten die immer Sonnenbrand, das kann ich mir nicht vorstellen. ich glaube, das hängt zusammen, die waren das halt gewohnt; der Mensch des 21. Jahrhunderts hockt so gut wie nur noch drinnen an seinem Computer und liest oder schreibt Blogs.. hups. 

I know, that you can use somebody

ich will, dass ich für dich die Einzige bin, nicht nur für jetzt - für immer. ich will, dass du an keine andere denkst, oder zumindest nicht ernsthaft darüber nachdenkst, etwas für sie zu empfinden; so stark, wie für mich. ich will, dass du mich als etwas Besonderes siehst und fasziniert von mir bist, dass du das Gefühl hast, mich wohl nie komplett zu verstehen. ich will, dass du jeden Tag an mich denkst, jeden Tag bis zu deinem Tod. ich will, dass du mich nie vergisst.

ich will nicht die sein, die für dich für ein paar Tage, Wochen, Monate oder Jahre ein unlösbares Rätsel darstellt, dich fasziniert, deine Augen zum Glänzen bringt. nicht für so kurze Zeit.
für immer. 
ich will die Eine sein, die dich fesselt und nicht mehr loslässt. nie wieder.
ich will, dass du mich berühren willst, mich küssen und für dich haben willst. ich will, dass du dich mir hingibst, dich mir öffnest, vollkommen. ich will, dass du mir viel erzählst, ich will, dass du neben mir wachliegen willst, bis ich eingeschlafen bin. ich will, dass du wissen willst, wie ich aussehe, wenn ich glücklich bin, wenn ich schlafe, wenn ich weine, wenn ich verstört bin, wenn ich lächle, wenn ich komme, wenn ich überrascht bin, wenn ich enttäuscht bin. ich will dein einziger Gedanke sein.

ich will dich für mich ganz allein haben, du sollst mein Schatz sein und nur mir gehören, niemand soll dich mir wegnehmen.

ich will nicht austauschbar sein für dich.
ich will nicht, dass du nach einiger Zeit merkst, dass ich bin wie alle anderen und nichts Besonderes.


nenn es altmodisch oder romantisch, aber ich komme mit dieser Wegwerfgesellschaft voller One Night Stands und Freundschaften mit gewissen Vorzügen nicht zurecht, ich finde es grauenvoll. ich glaube irgendwo doch noch an Liebe voller nicht enden wollender Faszination für die andere Person; an das Gefühl, dass dieser eine Mensch der Mensch ist, der zu einem gehört, sei es, weil er einem sehr ähnlich ist, oder weil er total anders ist. nenn es ruhig das kleine Mädchen in mir und verspotte es, ich halte dennoch daran fest.



Donnerstag, 26. April 2012

revelry. in love!

ein Leben ohne Hund(e) ist möglich, 
aber sinnlos. 

oh Gott, sind die süß. quietsch. ich bin so in love. ohmeingottohmeingottohmeingott. knuffel hier, kuschel da, ich will diese süßen Dinger garnicht mehr loslassen. flaaaaauuuuuuschiiiiig!

circa 30 Zentimeter flauschiges Fell, kleine, verschlafene, unschuldige, dunkle Augen, kleine Beine mit kleinen Pfoten, kleine, weiche Ohren, eine nasse Stupsnase. ich kuschel mich voll rein. schau mir den süßen Fratz nochmal an, nose to nose, eye to eye - und zack hab ich eine kleine rosa Zunge im Gesicht. ich bin verliiiiiebt!
und nicht nur einer, nein, ZWÖLF kleine Welpen wuseln hier herum, lecken mich irgendwie überall ab und kuscheln sich an mich ran. und wie niedlich die aussehen, wenn sie gähnen, das glaubt mir kein Mensch. zuckersüß.
sie balgen sich und geben nach einer Minute auf, legen sich hin und dösen ein bisschen in der Sonne. liegen zu fünft auf einem Haufen und beißen sich gegenseitig in die Ohren. beißen mir in die Finger und nuckeln daran, seh ich aus wie eine Milchflasche? bin wohl doch etwas blass. 

zwei Stunden mit diesen Geschöpfen und ich vergesse alles, wirklich alles. 
ich vergesse, wie scheiße ich ausseh, wie sehr ich heute die (entscheidende) Tschechisch - Klassenarbeit verbockt hab, 
vergesse, dass ich hoffnungslos verliebt bin und es eigentlich schon aufgegeben habe, 
vergesse, dass einer der mir wichtigsten Menschen so weit weg ist, keinen Kontakt zu mir will und ich nicht weiß, wieso. 
für diese zwei Stunden bin ich einfach nur von Liebe und Sonne umgeben. und Fell und Zungen.


und wenn ich rein komme, geht es mit einem los:
er steht klein und bedropst mitten im Stall rum und guckt mich an. ich knie mich hin, wuschel durch sein Fell und kraul ihn, nehm ihn hoch und lass mir das Gesicht von ihm ablecken. der knabbert mich sogar an. und meine Haare! nein, also das geht wirklich nicht..
auf einmal stehen zwei andere kleine Wesen vor mir, schmiegen sich an meine Beine und jaulen mich leise an; lecken und beißen mich: in die Beine, Arme, ins Gesicht. hach, süß. 
so, Schneidersitz, jetzt haben alle drei irgendwie Platz.
denkste. denn nun kommen die restlichen neun Welpen und wollen auch Liebe und Aufmerksamkeit. ich bin so hin und weg. flauschrausch. 
nachdem ich die süßen Dinger eine halbe Stunde unterhalten hab, liegen sie völlig fertig überall verstreut und auch aufeinander rum und dösen vor sich hin..
ich bin im Himmel!




Samstag, 14. April 2012

"hätt ich dich bloß nie gekannt"


 die Einzigen, die dich zum Weinen bringen, 
sind meist die Einzigen, die dich immer zum Lachen bringen

doch die, die dich zum Lachen bringen,
sind nicht immer die, 
für die es sich zu weinen lohnt.



was das schon wieder soll. ich stolper scheinbar betrunken und komplett orientierungslos durch die Nacht,
zitternd, weinend, ziemlich fertig
und du?
beißt dich mit dieser Vorstadtbitch rum, ziemlich wild. du wirst mit ihr schlafen, ich weiß es, es spielt sich in meinem Kopf ab. wie bei uns.. als mein Kopf sich immer wieder vorgestellt hat, wie es wäre, bei dir zu sein, mich von dir küssen zu lassen, mich an dich zu schmiegen und so vieles mehr, du weißt schon; 
und jetzt stellt sich mein Kopf vor, wie du diese Möchtegerndiva fickst. wahrscheinlich noch vor deiner Wohnung, weil du es nicht mehr aushältst. oder warum auch immer. 
so viele Tränen in meinem Gesicht. ich würde sie gerne zählen.
ich würde dich gerne schlagen. anschreien. weinen sehen.
küssen.
ich hasse dich. ich liebe dich.
ich hasse dich, weil ich dich liebe. ist doch völlig klar.
du hast doch gesagt, ich bin dir wichtig. hast du doch gesagt. dass du so viele Dinge mit mir anstellen willst.. 
aber ich hab dir gesagt, dass ich Zeit brauche. dass ich mich nicht nach zwei Wochen flachlegen lasse;
und auf einmal war ich absolut uninteressant. 
die zu stark parfümierte und geschminkte - leider auch perfekt geformte - Schlampe, die du da ableckst, sie
erfüllt deine Vorstellungen. du kannst gehen und musst sie nie wieder anrufen oder sehen. 
keinerlei Verpflichtungen. der Gedanke daran - an Verpflichtungen, an Bindung - verschafft dir schon Würgereiz.
wir passen nicht zusammen.. doch dir widerstehen ist ein Ding der Unmöglichkeit. obwohl du mir wehtust. obwohl ich nur eine von vielen bin für dich.

wobei ich nicht denke, dass ich dich wirklich liebe, es ist eher so, wie Casper sagt:
"Nur verrenn ich mich solang tief hinein
War keine Liebe, nur verliebt darin, verliebt zu sein"
ich will einfach geliebt werden. ich will jemandes Aufmerksamkeit, uneingeschränkt. ich will für jemanden die Einzige sein. 
obwohl ich doch weiß, dass das Schwachsinn ist. 

ich hasse nichts mehr als Abhängigkeit, doch dagegen ankämpfen kann ich schlichtweg nicht. 
und jeder kennt dieses Gefühl, wider Willen Opfer zu sein, in so einer miesen Situation zu sein, in der jede Entscheidung falsch ist
das alles hinschmeißen.. und eine Person verlieren, die einem zwar wehtut, einen sehr verletzt,
aber einem auch die schönsten Momente beschert; das will doch niemand. lieber quälen, sich an vollkommen unrealistische Wunschvorstellungen klammern, die Hoffnung nie verlieren. und leiden. leiden bis zum letzten Augenblick

du bist eine der Personen, für die es sich nicht zu weinen lohnt, eigentlich
ja und jetzt halt irgendwie scheiße, aber was willst du machen. ich habs schon gewusst, ja, aber ich kann doch auch nichts dafür, dass mich das jetzt so fertig macht, oder? nein, kann ich nicht, danke

aufwachen
nackt,
blutend, 
schweißgebadet, wo bin ich überhaupt?
so grelles Licht, ich will die Augen nicht so wirklich aufmachen, das tut ja weh;
neinneinnein, ich weiß nicht, 
wo ich bin, aber ich will hier nicht sein. schlechte Aura hier. ich will weg von hier

und mir werden die Augen aufgerissen, vor mir steht ein großes Schild, auf dem steht:

WELCOME TO REALITY

muhahahaha.




Sonntag, 8. April 2012



Schwalben an den Hals, dass jeder sieht, wie frei wir sind
//
wir liegen lachend in den Trümmern 
und fühlen uns frei

ich denke so oft an dich, an uns. du fehlst mir. ich will dich um mich haben. du bist das, was ich suche, ich weiß es genau

weißt du, ich
will nicht so ein normales, ödes Leben, beherrscht vom Alltag; wo ich genau weiß, was passieren wird, wo alles durchgeplant ist, wo
ich ein festes Gefühl habe. immer glücklich sein ist doch scheiße, da lernt man doch nichts vom Leben, Leben ist hart, kompliziert und an sich überhaupt nicht glücklich.
Gefühlschaos ist nicht einfach, doch Leben ist es auch nicht. und ich will das Leben spüren
ich will frei sein, verstehst du?
frei.
ich will
zynische, verletzte Fremdwörter benutzen und auch einfach mal total zusammenhanglos reden können, und zwar mit jemandem, der das genauso macht und nicht immer alles hinterfragt. jemandem, dem ich in die Augen schauen kann und weiß: er / sie versteht mich.
das ist sowieso total lästig, manchmal bedarf es keiner weiteren Worte.. und dann kommt immer jemand, der mit seinen hässlichen, dahingerotzten Worten alles ruiniert. bäh.

ich will einfach spontan Dinge unternehmen, 
neue Menschen und Orte kennenlernen, neue Dinge lernen, Wissen aufsaugen
ich will mit Fremden tanzen, reden, lachen, singen, leben, Dinge erleben, Geheimnisse haben, sie küssen, lieben, umarmen, trösten, aufbauen, in ihren Armen weinen, Liebe an ihnen erfahren
ich will jemandes Hand nehmen und mit ihm Blumen pflücken gehen.. und ihn dann anschließend in den Schlaf küssen.
ich will nicht das Leben an mir vorbei ziehen lassen, verstehst du? ich will mich ihm hingeben, vollkommen. hab schließlich nur das eine

und du nimmst meine Hand und wir gehen endlich fort, weg
von dieser Einöde, wo wir alles kennen. das Fernweh zieht uns Richtung Irgendwo, die Schwalben zeigen uns, wie es sein kann. deine Augen leuchten matt und wir sitzen in einer Bahn, Ziel: Meer. vorerst.
und wenn wir da sind, ziehen wir uns aus und gehen baden, wir
wissen es nicht. wir werden sehen, was unser Leben bringt. ich will das. und du willst es auch. deswegen gehen wir diesen Weg zusammen.. vielleicht. vielleicht trennen sich unsere Wege auch, wer weiß das schon?
Menschen versuchen immer, alles zu planen, doch so läuft das einfach nicht.

Sonntag, 1. April 2012

no regrets


mein Herz schlägt,
mein Herz schlägt, 
mein Herz schlägt schneller, als ich denken kann
mein Herz schlägt 
schneller, als 
ich denken kann
ich bräuchte 61 Minuten, 25 Stunden am Tag, 8 Tage die Woche, 53 Wochen im Jahr
61 Minuten, 25 Stunden am Tag, 8 Tage die Woche

(Moop Mama sind die Besten)


kennst Du das, wenn Du 
auf einmal einen absoluten Adrenalinschub kriegst und Du
vom Moment garnicht genug bekommen kannst? wenn Du
am Liebsten hundert Dinge auf einmal machen willst, Dein
Elan und Deine Energie unerschöpflich scheinen, Du
einfach nur ganz viel Action willst, Deinen 
Arsch hochkriegen willst und was machen willst?
wenn Du weißt, dass
Du alles schaffen kannst; wenn Du
mitten in der Nacht wach liegst und 
wahnwitzige Pläne schmiedest, von denen Du nicht genug kriegen kannst?
wenn Dein Herz
einfach nur schlägt schlägt schlägt, 
schneller, als Du denken kannst

wenn Du dann
feststellst, dass
die Zeit zu kurz ist, um alles zu tun, was man tun sollte, um
ein wirklich erfülltes Leben zu haben; wenn Du
Angst davor hast, irgendwann
zurückzublicken und zu merken, dass Du
zu viel verpasst hast

 denn es ist schlimmer, zurückzublicken und
zu bereuen, was man nicht getan hat, als
zurückzublicken und zu bereuen, was man getan hat 
denn
aus Dingen, die man bereut, lernt man auch und man weiß, 
wie sie sich anfühlen
doch wenn Du bereust, etwas
nicht getan zu haben, 
wirst Du nie erfahren, wie es sich anfühlt, 
es zu tun.