es ist eine dunkle Nacht in einer beleuchteten Stadt, so viele Lichter, dass ich sie garnicht zählen kann; sie rauschen viel zu schnell an mir vorbei
mit der richtigen Musik in den Ohren und der richtigen Schulter an meinem Kopf,
die Bahn klappert und scheppert und hinter meinem Rücken singen betrunkene Zwölfjährige Lieder von Lady Gaga.
die zu der Schulter gehörenden Hand liegt auf meiner Schulter und ist warm auf meiner Haut, meine Haare haben jegliche Frisur verloren und mein Gesicht sieht aus, als wäre ich hundert Jahre alt. die Lippen von der Schulter geben mir einen Kuss auf meine mega - verwuschelten Haare und ich bemerke, dass in meinen Haaren lauter Blümchen sind. ich bin so unglaublich müde, meine Augen fallen die ganze Zeit zu und ich hab so eine Ahnung, dass ich jeden Moment einschlafe.. in meinem Kopf ist so gut wie nichts mehr, nur mein Lieblingslied in einer Endlosschleife, das Klappern der Bahn und der Besitzer der Schulter, der Lippen und der Hand.
und Gänseblümchen. und Leberblümchen.
ich fühle mich wie ein Möchtegern - Hippie mit meinem Rock und meinem Schlabbershirt und meinen unordentlichen, beblümten Haaren. und diesem unendlich guten Gefühl in mir.
durch die Nacht, Hand in Hand mit jemandem, der mich nach relativ kurzer Zeit in sein Herz geschlossen hat. hoffe ich.
don't injure me - I was injured so many times before
wir kommen gerade aus einem Club und ich bin ein bisschen müde. wir kleben Aufkleber an Bushaltestellen und Laternen und überall dahin, wo sie hinpassen. wir schreiben mit Edding übertrieben tiefgründige Texte irgendwohin und malen Herzchen und Blümchen und verschiedene Zeichen daneben. und wir reden. manchmal ohne Ende und total viel und manchmal auch garnicht. wir schweigen uns nicht an, es ist angenehm. keine befangene Stille, sondern entspannte Ruhe.
solche Nächte sollten nie enden, tun es aber doch immer wieder und was dann bleibt, sind Erinnerungen. vielleicht noch Fotos oder sowas.
aber das Gefühl ist nur in dem Moment, man kann es nicht einfrieren. man kann sich nur daran erinnern und spüren, wie einem warm wird ums Herz und sich ein Lächeln auf seinem Gesicht ausbreitet.
es ist eigentlich schade. aber so ist Leben halt irgendwie. deswegen versuche ich, diesen Augenblick auszukosten und das Gefühl, dass er unendlich ist.
die Realität vergessen, das ist hin und wieder einfach nötig, um das Leben zu genießen..
los, lass uns Luftballons in den Himmel schicken!
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