Dienstag, 22. November 2011

cold ash smother the fire, cold ash smother the fire..


dunkel ist es, windig auch; feuchter, kalter Wind in meinem Gesicht und wahrscheinlich auch in Deinem, Danke übringens für Deinen Schal
Hand in Hand. 
ich hab Haare im Gesicht, doch es bringt nichts, sie aus meinem Gesicht zu streichen, denn der Wind bläst sie immer wieder dorthin zurück, Sand hab ich auch im Gesicht. Du schaust mir zu und ich sehe ein kleines Lächeln in Deinen Augen..
Du redest nicht viel, das lässt Dich irgendwie distanziert erscheinen; geheimnisvoll fast. wenn Du redest, dann wählst Du Deine Worte mit Bedacht; was Du von Dir gibst, ist überlegt und klug und sympathisch. wie Du.
der Wind wirbelt Laub und Sand durch die Luft, Bäume rauschen, das Wasser rauscht genauso, Deine Hand ist kalt und sandig auch, ich halte sie ganz fest.
wir laufen und laufen und laufen den endlosen Strand entlang, schon seit Stunden; den Strand entlang, der anscheinend doch nicht endlos ist - wir erreichen eine leere, spärlich beleuchtete Stadt. viele Schaufenster, die beleuchtet sind. auf dem Gehsteig liegt Sand, ein bisschen. wir gehen über eine Brücke, bleiben stehen, sehen auf das Meer hinunter. Du stehst dicht neben mir. ich sehe Deinen Atem, wie er in der kalten Nacht als heller Rauch sichtbar wird. ich höre Dich atmen. ich mag das, wenn ich Dein Atmen höre, dann weiß ich, Du bist bei mir. es beruhigt mich. es ist alles, was ich brauche, um glücklich zu sein. Dich. alles drumherum ist nur Glitzer und die Kirsche obenauf.
wir stehen lange so da und ich überlege, ob ich Dir das sagen soll, Du hältst meine kalten Hände und sie werden langsam wärmer.
Du nimmst meine Hand und schaust mich an. dann gehen wir. - wohin? Du nimmst mich einfach mit. mir ist egal, wohin. ich habe Dich und Deine Hand, solange das so bleibt, ist alles gut..


[Gravenhurst: Song Among The Pine // Soundtrack von "Ein Freund von mir"]

Samstag, 19. November 2011

doch unter Wasser kann man nicht schreien

gegen mich, dich, alles und jeden auf der ganzen Welt, 
ich will einfach nur meinen Kopf unter Wasser halten und spüren, wie das kühle Wasser meine Haare schön aussehen lässt und alles um mich rum im wahrsten Sinne verschwimmt, weg von hier, dir, mir, weg von allem, was war und allem, was kommt, weg weg weg. alles vergessen und neu anfangen, ohne dich, mich und den Rest der Welt, wie wäre das?

und du schaust mich an und mein Kopf fühlt sich so unglaublich leer an, als wäre mein Kopf ein Goldfischglas mit Wasser und einem einzigen Fisch drin; einem einzigen Fisch, der sich ganz schrecklich alleine fühlt und unbedingt jemanden brauch, auch, wenn er mit dem anderen nicht reden kann - egal! hauptsache jemand, der einfach nur da ist, damit man nicht allein ist
und meine Augen sind voll mit Tränen, die raus wollen, sie wollen meine glühend roten Wangen hinunterrinnen und salzig schmecken und allen zeigen, wie es mir geht; sie wollen das unbedingt durchziehen, obwohl ich versuche, es geheimzuhalten und keinem zu zeigen, die Tränen wollen das irgendwie anders und ich frage mich, wieso sie das so unbedingt wollen, ich verstehe das nicht. 

und dann nimmst du mich in deinen Arm und meine Tränen wollen Krieg: sie multiplizieren, potenzieren sich - werden immer mehr, sie laufen mein Gesicht herunter und das einzige, was ich von mir geben kann, ist Zittern und Schluchzen, aber irgendwie läuft das alles so ohne meine Einwilligung, es passiert einfach und will nicht mehr aufhören, ich habe keine Chance, aber will ich überhaupt eine?
verdammt, was mache ich denn jetzt, das kann ja nicht so weitergehen; aber das scheint mich nicht zu interessieren - ich zittere, schluchze, weine, meine Augen sind rot, meine Finger kalt, ich weine dich irgendwie total nass aber es scheint okay zu sein, ich bin so froh, dass du da bist, bitte geh jetzt bloß nicht weg, bleib hier, okay, danke, es tut mir so Leid, aber bitte geh nicht weg, geh bitte bitte bitte bloß nicht weg