Samstag, 10. Dezember 2011

[sehn]süchtig


es ist so kalt, so dunkel, so spät
- und glatt, fast wäre ich ausgerutscht und hingefallen. wie hättest Du das gefunden? wäre es Dir egal oder würdest Du lachen, würdest Du Dir Sorgen machen und mir aufhelfen und mich fragen, ob es mir gut geht?
ich irre ziellos durch die Nacht und mein Kopf ist irgendetwas zwischen sehr leer und zu voll, meine transparenten Gedanken schwappen über und sind fast nicht da; fast
mir ist so kalt, mein Kleid ist zu kurz und mein Mantel auch, meine Stiefel sind nicht hoch genug. ich habe Gänsehaut und stelle mir vor,
wie es wäre, mit Dir zusammen zu liegen, unter einer Decke. wie es wäre, wenn ich dann Gänsehaut hätte, wenn Du mir sanft über die Haut fahren würdest, mit Deinen schönen Händen. wie Du mir meine Haare aus dem Gesicht streichen und mich ansehen würdest. wie Deine schöne Stimme mit mir reden würde, ruhig und liebevoll und sehr leise.
meine Gedanken sind bei Dir, nur und nur bei Dir, immer. niemals würde ich an jemand anderen denken. Du bist der einzige Mensch für mich, es gibt keinen anderen.

Sonntag, 4. Dezember 2011

moep: der Beste

Du! Du! Du! Du!
ich weiß garnicht, ob ich Dir jemals genug danken kann für alles. Du bist eine der wichtigsten Personen in meinem Leben, mein Taschentuch, mein großer Bruder, mein Aufpasser, der, der mir nen Arschtritt gibt, wenn ich einen brauch. mit Dir kann ich so schön viel Müll labern, aber auch über ernste Dinge reden. Du bist immer für mich da. immer. Du kommst vorbei, wenn Du vermutest, dass ich Dich grad brauch, Du nimmst mich in den Arm, wenn ich vor Heulen nicht mehr stehen kann. Du hilfst mir, meine mum zu Dingen zu überreden, die sie mir eigentlich nicht erlaubt. Du gibst mir Deine Jacke, wenn Du merkst, dass mir arschkalt ist. Du deckst mich zu, wenn ich auf Deinem Sofa einpenne.Du steckst mich an mit Deiner guten Laune, wenn meine im Keller ist. immer.
Du kennst mich; Du hast mich ungeschminkt gesehen, frisch aufgestanden, mit ungemachten Haaren, verheult, völlig fertig, Du hast mich lachen und heulen sehen. Du hast meine Tagebücher gelesen und ich hab Dir (zu) viel erzählt. wir sind wie Geschwister. ich die kleine Schwester, Du der große Bruder.
ich glaub manchmal, ich brauch niemand anderen, wenn ich Dich hab. Du bist lustig und wir verstehen uns super. Du bist immer für mich da und ich immer für Dich. ich hab Dich so verdammt lieb.
wir sind beste Freunde. wir können seltsam verknotet auf meinem Sessel hängen oder zusammen in einem Bett liegen und pennen (und das kommt öfter mal vor), ohne, dass sich irgendjemand was dabei denkt; am Wenigsten wir selber.

Du bist mein Lieblingsmensch!
selbst nach dieser komischen Freundschaftspause vor zwei Jahren bist Du wieder voll für mich da, das ist so wahnsinn. ich würde es verstehen, wenn Du total sauer wärst auf mich, aber nein, das bist Du nicht: im Gegenteil. Du hältst mich aus, jede Woche, jedes Wochenende. mich und meine komischen Launen. wow. ich frag mich, warum Du das freiwillig machst, aber ich bin einfach nur froh drüber!
okay, manchmal bist Du die Pest. zum Beispiel, wenn Du richtig voll bist und meine Schuhe versteckst. oder wenn Du nicht heimgehen willst und einfach in meinem Zimmer hocken bleibst, bis ich kurz vorm Ausrasten bin und einfach ins Bad gehe, damit Du endlich abhaust. oder wenn Du mich in Pfützen schubst. oder mich durchkitzelst, das ist echt furchtbar.
ach was solls. was sich neckt, das liebt sich und große Brüder machen Ellenbogen.
ich bin Dir dankbar für alles, für jede Minute, die wir miteinander verbringen und je verbrachten. ohne Dich wäre ich so verdammt aufgeschmissen, wirklich. ich will nicht drüber nachdenken, wie mein Leben ohne Dich wär. ohne Dich und Deinen Bart. und Deine Jacke. und Deine ständige gute Laune. und Deine braunen Augen, mit denen Du mich oft von jedem Scheiß überzeugst. zum Beispiel davon, dass ich Dir einfach nicht böse sein kann, weil ich Dich doch lieb hab und Du mich auch. grrm.

Danke.

Dienstag, 22. November 2011

cold ash smother the fire, cold ash smother the fire..


dunkel ist es, windig auch; feuchter, kalter Wind in meinem Gesicht und wahrscheinlich auch in Deinem, Danke übringens für Deinen Schal
Hand in Hand. 
ich hab Haare im Gesicht, doch es bringt nichts, sie aus meinem Gesicht zu streichen, denn der Wind bläst sie immer wieder dorthin zurück, Sand hab ich auch im Gesicht. Du schaust mir zu und ich sehe ein kleines Lächeln in Deinen Augen..
Du redest nicht viel, das lässt Dich irgendwie distanziert erscheinen; geheimnisvoll fast. wenn Du redest, dann wählst Du Deine Worte mit Bedacht; was Du von Dir gibst, ist überlegt und klug und sympathisch. wie Du.
der Wind wirbelt Laub und Sand durch die Luft, Bäume rauschen, das Wasser rauscht genauso, Deine Hand ist kalt und sandig auch, ich halte sie ganz fest.
wir laufen und laufen und laufen den endlosen Strand entlang, schon seit Stunden; den Strand entlang, der anscheinend doch nicht endlos ist - wir erreichen eine leere, spärlich beleuchtete Stadt. viele Schaufenster, die beleuchtet sind. auf dem Gehsteig liegt Sand, ein bisschen. wir gehen über eine Brücke, bleiben stehen, sehen auf das Meer hinunter. Du stehst dicht neben mir. ich sehe Deinen Atem, wie er in der kalten Nacht als heller Rauch sichtbar wird. ich höre Dich atmen. ich mag das, wenn ich Dein Atmen höre, dann weiß ich, Du bist bei mir. es beruhigt mich. es ist alles, was ich brauche, um glücklich zu sein. Dich. alles drumherum ist nur Glitzer und die Kirsche obenauf.
wir stehen lange so da und ich überlege, ob ich Dir das sagen soll, Du hältst meine kalten Hände und sie werden langsam wärmer.
Du nimmst meine Hand und schaust mich an. dann gehen wir. - wohin? Du nimmst mich einfach mit. mir ist egal, wohin. ich habe Dich und Deine Hand, solange das so bleibt, ist alles gut..


[Gravenhurst: Song Among The Pine // Soundtrack von "Ein Freund von mir"]

Samstag, 19. November 2011

doch unter Wasser kann man nicht schreien

gegen mich, dich, alles und jeden auf der ganzen Welt, 
ich will einfach nur meinen Kopf unter Wasser halten und spüren, wie das kühle Wasser meine Haare schön aussehen lässt und alles um mich rum im wahrsten Sinne verschwimmt, weg von hier, dir, mir, weg von allem, was war und allem, was kommt, weg weg weg. alles vergessen und neu anfangen, ohne dich, mich und den Rest der Welt, wie wäre das?

und du schaust mich an und mein Kopf fühlt sich so unglaublich leer an, als wäre mein Kopf ein Goldfischglas mit Wasser und einem einzigen Fisch drin; einem einzigen Fisch, der sich ganz schrecklich alleine fühlt und unbedingt jemanden brauch, auch, wenn er mit dem anderen nicht reden kann - egal! hauptsache jemand, der einfach nur da ist, damit man nicht allein ist
und meine Augen sind voll mit Tränen, die raus wollen, sie wollen meine glühend roten Wangen hinunterrinnen und salzig schmecken und allen zeigen, wie es mir geht; sie wollen das unbedingt durchziehen, obwohl ich versuche, es geheimzuhalten und keinem zu zeigen, die Tränen wollen das irgendwie anders und ich frage mich, wieso sie das so unbedingt wollen, ich verstehe das nicht. 

und dann nimmst du mich in deinen Arm und meine Tränen wollen Krieg: sie multiplizieren, potenzieren sich - werden immer mehr, sie laufen mein Gesicht herunter und das einzige, was ich von mir geben kann, ist Zittern und Schluchzen, aber irgendwie läuft das alles so ohne meine Einwilligung, es passiert einfach und will nicht mehr aufhören, ich habe keine Chance, aber will ich überhaupt eine?
verdammt, was mache ich denn jetzt, das kann ja nicht so weitergehen; aber das scheint mich nicht zu interessieren - ich zittere, schluchze, weine, meine Augen sind rot, meine Finger kalt, ich weine dich irgendwie total nass aber es scheint okay zu sein, ich bin so froh, dass du da bist, bitte geh jetzt bloß nicht weg, bleib hier, okay, danke, es tut mir so Leid, aber bitte geh nicht weg, geh bitte bitte bitte bloß nicht weg

Samstag, 29. Oktober 2011

Du!

ich sitz auf der Küchenplatte, meine Füße sind kalt, frühstücke und Du - Du hast Dir den einzigen von Sonne bescheinten Platz in der Küche gesucht, Dich hingelegt und die Augen geschlossen; ich weiß nicht, wie lange ich Dich anschau, anscheinend merkst Du es irgendwann, öffnest Deine Augen - und schon wieder reicht ein einziger wundervollzuckersüßer Blick von Dir aus, um mich total zu begeistern, ich spring von der Platte und knie mich vor Dich, umarm Dich, küss Dich, kraul Dich. ich weiß, Dich nervt das ungemein.

ich liebe Dich so sehr.

ich weiß, Du zeigst es anders, aber Du hast mich auch sehr gern.. hoffe ich.
ich liebe es, abends einzuschlafen, und zu wissen, Du liegst neben mir, und ich kann jederzeit meinen Arm ausstrecken und Dich streicheln. und genauso sehr liebe ich es, morgens aufzuwachen und Dich neben mir schlafen zu sehen, zuzusehen, wie Du aufwachst und extreeem zerknittert aussiehst, zuzusehen, wie Du Deinen Kopf hebst und ihn dann ohne jeglichen Elan zurückplumpsen lässt und Deine Augenlider auf Halbmast hängen. da siehst Du fast noch süßer aus als sowieso schon - wenn das überhaupt geht.
oder wenn Du mal wieder Scheiße gebaut hast, abgehauen bist oder so, und dann Ärger kriegst, und dann richtig geknickt bist und mit hängenden Ohren und hängendem Kopf angeschlichen kommst.. und ganz schuldbewusst zu mir hochschaust.
Du bist mein allerliebstes Fotomodell. ich will so viele Bilder von Dir machen, wie nur möglich, um später mal ganz viele Erinnerungen an Dich zu haben, um mir in 50 Jahren noch anzusehen, wie unglaublich liebenswert Du jetzt bist. doch leider bist Du nicht so der Fan von meiner Kamera. was sehr schade ist, denn Du bist wirklich wunderschön.
ich geh so gern mit Dir raus, ja, Du nervst manchmal extrem, aber egal, denn ich weiß, wenn Du draußen bist, bist Du glücklich und dann bin ich es auch..
ich krieg absolut nicht genug von Dir.



ich weiß nicht mehr, wie es ohne Dich war.
und ich will nicht drüber nachdenken, wie's ohne Dich wär!

Montag, 10. Oktober 2011

wach nicht auf..


>>Du bist so, Du bist so schön!
mir fehlen die Worte..<<

Da liegst Du, siehst ein bisschen aus, wie hingeklatscht, dennoch bist Du unglaublich. ich versuche gedanklich, Dich zu beschreiben, doch es geht nicht. die Worte, die mir in den Sinn kommen, sind zu lasch, sie reichen nicht aus für Dich. für diesen Anblick würde ich so viel geben; mir fallen auf der Stelle 100 Gründe ein, Dich zu lieben und Dir zu vertrauen, Du musst nichts tun, nichts sein, einfach nur daliegen. Du siehst so unschuldig aus, ja, alle sehen unschuldig aus, wenn sie schlafen, ich weiß; aber Du halt irgendwie ein bisschen mehr. Du bist so faszinierend, ich weiß nicht, wie lange ich schon hier liege, beziehungsweise sitze, und Dich einfach nur anschau. Deine geschlossenen und zuckenden Lider, Deine Haarspitzen, Deine Haut, Deine Wimpern, einfach alles. ich spiele mit dem Gedanken, Dich zu berühren, aber ich will Dich nicht wecken.. es soll noch nicht vorbei sein, es ist so schön. 

ich will Dir so gern sagen, was ich denke, doch es geht nicht.. sobald ich Dir in die Augen seh, ist alles weg, alle Worte, die ich eigentlich loswerden wollte, verwischen, und mein Kopf ist leer. ich kann es Dir nicht sagen. wahrscheinlich ist das auch besser so.

>>Doch eigentlich vermeide ich ganz feige, Dich zu wecken; ich hoff, Du hörst mein Schweigen nicht, denn wenn Du gehst, dann leide ich; wie's weiter geht - ich weiß es nicht, das wissen wir wohl beide nicht, entscheide mich für Zuversicht und hoffe, Du bleibst bei mir.. <<

Sonntag, 9. Oktober 2011

it's hard to take risks..



                                                                    
wieso etwas riskieren, wenn ähnliche Versuche des öfteren totale Reinfälle waren? langsam in den Glauben verfallen, man sei naiv, man habe keine Kraft, es sei zwecklos, man sollte es einfach lassen. langsam aufgeben. sich mit etwas abfinden, was man eigentlich nicht gut findet oder womit man nur schwer leben kann. auch die Kraft für riskante Dinge ist irgendwann weg. warum geben Menschen auf? - so oder so macht es einen kaputt, ob man aufgibt oder der Versuch einfach scheitert; darum ist es eigentlich egal, was man tut. mal daran denken, dass es eventuell positiv für einen ausgehen könnte, kann man nicht mehr.. schließlich ist man eingestellt aufs Scheitern. schlechte Erfahrungen können uns alles verbocken, denn sie prägen uns, manche mehr, manche weniger. - ja, sie können auch nützlich sein, man denke an das Kind, das erst seine kleine Hand auf die Herdplatte legen muss, um zu glauben, dass sie heiß ist und man sowas besser nicht macht. schön und gut, dennoch - ich glaube, Menschen halten sich zu sehr an Vergangenem fest.  
"Lebe nicht in der Vergangenheit, komm endlich in der Gegenwart an und schau in die Zukunft..."
sollte die Person, die mir gestern dieses Zitat an den Kopf geklatscht hat, das tatsächlich lesen.. freue ich mich. so. jedenfalls - sich von der Vergangenheit loszusagen ist so schwer. natürlich nicht in jedem Fall, doch oft genug. man erinnert sich an kleine schöne Splitter, auch wenn die meisten groß und schmerzhaft sind; doch lohnt es sich, für die kleinen schönen Erinnerungsbruchstücke alles nocheinmal durchzustehen? es heißt doch, ein Versuch sei keine Folter, aber was ist, wenn es wieder scheitert? dann steht man da und hat absolut nichts gekonnt. 
man könnte meinen, wir lernen aus Fehlern, sprich aus gescheiterten Versuchen, doch tun wir das wirklich in jedem Fall? nein, tun wir nicht! was tun jetzt? versuchen oder nicht? wir wissen es nicht, wir tendieren zum nein, weil wir endlos feige sind.. 

Montag, 26. September 2011

bitch named love

meine Englischvokabeln sind toll. so Dinge wie Vorurteil, (nur) für etwas / jemanden leben, selbstbewusst, fürsorglich, überfürsorglich, Schwäche.. wunderbar. sowas sollte man schon echt wissen. 

Liebe, was ist das? 
manchmal ist Liebe purer Selbstmord. 
oder auch nur dezent. so wie Krebs, tötet langsam, frisst weiter und macht immer mehr kaputt.. 
(interessant wird es, wenn der Tropfen kommt, der das Fass zum Überlaufen bringt. das ist oftmals wie bei einer Seifenoper, man wartet nur gespannt darauf. als Außenstehender.) 
als Außenstehender ist es von Fall zu Fall unterschiedlich, dabei zuzusehen: manchmal ist es belustigend, manchmal würde man am Liebsten eingreifen - und manchmal beides. manchmal. was ist das denn bitte für ein Wort? so oft benutzen wir es. ich zumindest. manchmal. manchmal. nie. oft. immer. immer öfter. was denn jetzt.
zurück zum Selbstmord / zur Liebe. wie ist das - einer leidet, der andere zeigt seine sadistische Ader und erfreut sich daran oder wie? 
müsste ich eine Antwort geben, würde ganz klar sagen.. jein. immer ist einer der Böse. oder die Böse. er der Arsch oder sie die Schlampe. wäre echt schön, wenn das so einfach ginge - aber es geht nicht so einfach! es sind immer mindestens (!) zwei "schuld". wenn sich einer verbiegen lässt, ist er auch schuld - weil er es mit sich machen lässt. klar kann man dieses arme Wesen auch bemitleiden; oft haben manche einfach nicht die Kraft, sich zu wehren. ist aber nicht immer so.
es ist auch nicht immer für die Schlampe oder den Arsch leicht. manchmal aber eben schon. 
es ist überall unterschiedlich.. doch so oder so ist Liebe wie gesagt manchmal echt scheiße. und man will einfach den Kopf unters Kissen stecken und heulen oder schreien oder ins Kissen beißen oder sonst was.

hey, Liebe kann auch schön sein, so ist es nicht.