Dienstag, 24. Juni 2014

to be or not to be

Shakespeares "Sein oder nicht Sein" hat sich mir nun auch vorgestellt. im Extremschnelldurchlauf begegnete ich Hamlet und seiner zweifelnden Ungewissheit. 
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die Frage nach dem Sein oder nicht Sein klingt sehr nach jugendlicher Findungsphase, doch würde ich das jetzt nicht so pauschalisieren. stattdessen gehe ich meiner Sucht nach und spiele rauchend TwoDots, bis ich keine Leben mehr habe. denn so einfach kann es sein: auf sein iPhone gucken, seine Lunge zerstören und einfach mal kurz alle Fragen nach dem Sein, Leben und dem Mittagessen wegpacken. das is so lange schön, bis man a) nicht weiterkommt und alle Leben verliert (5) oder b) der Wind die Zigarette wegraucht und man frustriert feststellt, dass man maximal zwei Züge genommen hat. plus: c) feststellt, dass es regnet. und man natürlich keinen Schirm dabei hat.

"manchmal könnte ich ihn einfach nur angucken und heulen." aber ich weiß nicht wirklich, ob ihn das berühren würde. will nicht sagen, dass ich ihm egal bin, denn das bin ich nicht. doch ich weiß hin und wieder nicht, ob ihm das Ausmaß meiner Liebe und Gefühle bewusst sind. verständlich wäre es sicher... aus irgendeinem gottverdammten Blickwinkel, der sich mir nicht erschließen will.
weiß nicht, ob er sich bemüht, mich zu verstehen. braucht viel Zeit zum Überdenken; danach aber auch viele Überredungsversuche seinerseits... ach, was weiß denn ich. ist auch egal. ich werde es ihm nicht vorwerfen, denn ich liebe ihn - und wer weiß, was er mir dann vorwirft. schließlich bin ich keine von den Guten.

dennoch... habe ich dich; du lässt mich nie im Stich, du mit deinen fast schwarzen Augen und deinen zehn Kilo weniger als ich. du mit deiner Liebe für Nudel - Schinken - Gratin und Kopfkraulen. du mit deiner Liebe für mich, die endlos scheint und mich so furchtbar glücklich macht. denn wenn du neben mir liegst und mich im Arm hältst, während ich mich in diesen vergrabe, könnte ich glucksen vor Freude und strahle wie das Sonnenbaby der Teletubbies - ach, noch viel mehr!
du hast keine Angst vor Gefühlen, oder davor, darüber zu reden. nichts macht dir Angst, das weiß ich. du hast Angst um mich, das sagst du. und auch, wenn sie unbegründet ist, ist es doch ein wohliges Gefühl, dass du mich so unglaublich gut kennst, jede Ecke von mir; und du dir Sorgen um mich machst. 

umso schöner ist es, dich jetzt ständig bei mir zu haben... abgesehen von der Ruhe, die sich in mir ausbreitet, sobald sich die beiden nicht gerade wieder in den Haaren haben und mir erzählen, der andere sei an allem Schuld. wenn die beiden eine friedliche Phase durchlaufen, bin ich grenzenlos glücklich. denn trotz Abitur- und täglichem Haushaltsstress ist diese unschöne Geschichte die letzte Last, die sich wirklich schwer anfühlt und mein Herz zu einem kleinen Schrottwürfel zusammenpresst. 
bis du kommst, den Schrottwürfel liebevoll auseinanderfummelst und auf Hochglanz polierst. und das kannst du wahrhaftig mehr als gut... denn du weißt, was ich hören will, du weißt, was mich wieder besser stimmt und du weißt, dass du der Einzige bist, der besagten Herz - Schrottwürfel wieder auf Vordermann bringen kann - dauerhaft. 
das ist für mich das Größte an dir, auch wenn mir deine hundert anderen Qualitäten durchaus bewusst sind und ich sie mehr als schätze - man nehme nur deine Ordnungsliebe. dennoch... so oder so bist du einzigartig und unersetzbar für mich; denn ich liebe dich. und das von ganzem Herzen.